Alexander Newski (1938)
Александр Невский
Russischer Propagandafilm von Eisenstein aus dem Jahr 1938 um den Nationalhelden Alexander Newski. Der Historienfilm spielt im 13. Jahrhundert, als Russland von den Mongolen besetzt war und von den Deutschen bedroht wurde. Newski gewinnt siegreich eine strategisch wichtige Schlacht und sichert so die Vorherrschaft Russlands.
- Erscheinungsdatum
- 1938-11-24
- TMDB
- 7.1 / 10 (244)
- Laufzeit
- 1 Std. 52 Min.
- Genres
- Drama, Historie, Kriegsfilm
- Regie
- Сергей Эйзенштейн, Дмитрий Васильев
Besetzung
- Николай Черкасов — Alexander Nevsky
- Николай Охлопков — Vasili Buslai
- Андрей Абрикосов — Gavrilo Oleksich
- Валентина Ивашёва — Olga Danilovna - a Maid of Novgorod
- Лев Фенин — The Archbishop
- Сергей Блинников — Tverdilo - Traitorous Mayor of Pskov
- Николай Арский — Domash Tverdislavich - a Novgorod Boyar
- Варвара Массалитинова — Amelfa Timoferevna - Buslai's Mother
- Наум Рогожин — Black monk
- Василий Новиков — Pavsha, Vasilisa's father and voevoda of Pskov
Wissenswertes
Alexander Newski ist ein sowjetischer Historienfilm des Regisseurs Sergei Eisenstein aus dem Jahr 1938, in dessen Mittelpunkt der russische Nationalheld Alexander Jaroslawitsch Newski steht.
Hintergrund und Bedeutung
Alexander Newski stellt einen Meilenstein in Sergei Eisensteins Werk dar. Er hatte 1929 die Sowjetunion verlassen, um sich in Hollywood an verschiedenen Projekten zu versuchen, von denen aber keines verwirklicht wurde. Da das Studiosystem und Eisensteins Arbeitsweise nicht miteinander harmonierten, verließ er resigniert die Vereinigten Staaten und verpflichtete sich für ein Filmprojekt in Mexiko.
Filmgeschichtliche Bedeutung besitzt Alexander Newski darüber hinaus wegen der von Sergei Prokofjew komponierten Filmmusik. Dies auch deshalb, weil sich die künstlerische Zusammenarbeit zwischen Eisenstein und Prokofjew nicht darauf beschränkte, den Komponisten Musik zum bereits geschnittenen Film liefern zu lassen.
Wie andere Werke des sowjetischen Filmschaffens in den 30er und 40er Jahren ist auch Alexander Newski im Zusammenhang mit den politischen Verhältnissen der Sowjetunion zu sehen. Dies gilt insbesondere für das Verhältnis zum Dritten Reich.
Der Film hatte die patriotische Botschaft der Bildung einer nationalen Einheit gegen eine ausländische Invasion. Eisenstein erklärte: „Wir möchten, dass unser Film das Volk in dem Kampf gegen den Faschismus mobilisiert“. Ursprünglich sollte der Film mit einem Zitat aus Mein Kampf beginnen, in dem Hitler das Andenken an den Deutschen Orden nutzte, um den Drang nach Osten zu propagieren.
Absicht war es ferner, mit diesem Film eine Abneigung gegenüber dem damaligen deutschen Staat zu schüren: Dementsprechend ist beim Kostümbild die Charakterisierung der gegnerischen Ordensritter ausgefallen, die vor keiner Gräueltat zurückschrecken. Angedeutete Hakenkreuze an der Mitra des Bischofs sowie an deutsche Stahlhelme erinnernde Helme der Fußknechte tragen zur antideutschen Grundhaltung bei.
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