Die Sage von Anatahan

Die Sage von Anatahan (1953)

アナタハン

Der Zweite Weltkrieg ist bereits beendet, doch eine Gruppe japanischer Soldaten hat von der Kapitulation ihres Landes nichts mitbekommen und bleibt weiter auf der Insel Anatahan.

Erscheinungsdatum
1953-06-28
TMDB
6.8 / 10 (50)
Laufzeit
1 Std. 32 Min.
Genres
Drama, Kriegsfilm
Regie
Josef von Sternberg

Besetzung

Wissenswertes

Die Sage von Anatahan aus dem Jahr 1953 war die letzte Regiearbeit des österreich-US-amerikanischen Regisseurs Josef von Sternberg, der zugleich für das Drehbuch und die Kamera verantwortlich war und auch die Erzählerstimme lieh. Er drehte den unabhängig produzierten Schwarzweißfilm in Japan. Von Sternberg übte eine ungewöhnlich scharfe Kontrolle über die Entstehung des Films aus, der außerhalb des Studiosystems entstand. Während der Film in Japan mäßigen Erfolg hatte, blieb er in den USA zunächst ohne Resonanz.

Hintergrund

Anatahan, eine Insel des Marianenarchipels im tropischen Pazifik, war der Ort des Geschehens. Hier strandeten während des Krieges dreißig japanischer Seeleute und Soldaten und eine japanische Frau. Die Schiffbrüchigen versteckten sich, bis sie sich 1951, fast sieben Jahre nach der Niederlage Japans, einem Rettungsteam der US-Navy ergaben.

Gegen Ende 1951 kamen schockierende persönliche Details ans Licht über Tod und Verschwinden von Männern im Rivalenkampf um die einzige Frau auf der Insel, Hogo Kazuko. Diese breitgetretenen Enthüllungen bewirkten ein Umschlagen der öffentlichen Meinung, und die Welle der Sympathie für die Überlebenden ebbte ab.

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