De Facto

De Facto (2023)

How can cinema engage with complicity in crimes against humanity, extreme violence and state terror without conniving in it? De Facto finds answers to this question via two actors, a precisely compiled collage of texts and a deliberately reduced setting.

Erscheinungsdatum
2023-01-16
Laufzeit
2 Std. 10 Min.
Genres
Dokumentarfilm
Regie
Selma Doborac

Besetzung

Wissenswertes

De Facto ist ein experimenteller Dokumentar-Spielfilm von Selma Doborac aus dem Jahr 2023. Der Film wurde auf der Berlinale 2023 in der Sektion Forum uraufgeführt und im selben Jahr auf mehreren internationalen Festivals gezeigt und ausgezeichnet.

Hintergrund

Selma Doborac versteht ihren Film als „formalen Verhandlungsraum“ über die Darstellbarkeit von Täterschaft: „Ich wollte etwas über Täterschaft erzählen, aber in einer Weise, die den echten einzelnen Täter niemals in seiner Einzigartigkeit (die selbstverständlich keine ist) re-präsentiert […].

Die Monologe der „Täter-Personae“ basieren auf einem Filmskript, „das Tathergänge, die sich im Laufe der jüngeren Zeitgeschichte tatsächlich ereignet haben, zur Grundlage hat“. Damit die Fakten „fasslich und fassbar werden können“, hat Doborac „zwei dramatische (undramatische) Figuren gebaut, die diese Fakten, die die Grundlage für die Auseinandersetzung mit Täterschaft sind, präsentieren“. Die Recherche dauerte drei Jahre.

Für den Schauplatz wurde ein Raum gesucht, der das Hier und Jetzt der Aufnahmesituation unterstreicht, „der die natürliche Bewegung der echten Zeit durch Licht und Geräusch wiedergeben kann, um auf visueller Ebene eine Öffnung herzustellen“. Doborac „wollte eine möglichst universell geltende Zeit erzählen“, das Filmset sollte deutlich machen: „Das war, das wird verhandelt, aber es betrifft das Jetzt und jetzt ist hier und geht so vonstatten.“

Die Szenen wurden täglich je nach Akteur und Akt chronologisch aufgenommen. Pro Akteur dauerte die Aufnahme drei Tage. Es ging darum, „eine Art der permanenten Unvorhersehbarkeit herzustellen (kein dramatisch betontes Spiel, keine physische Aufgabe, keine Impression, kein Kommentar, keine Selbstbetrachtung der Spielauslegung)“, und so eine Drehsituation zu schaffen, deren Realität sich in den Film einschreibt.

Der Film entstand mit Unterstützung des Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport sowie der Bundesländer Niederösterreich und Oberösterreich.

Auf Wikipedia weiterlesen · Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0. Daten aus Wikidata.

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