Trafic - Tati im Stoßverkehr

Trafic - Tati im Stoßverkehr (1971)

Trafic

Monsieur Hulot ist Werbefachmann in der Autobranche. Sein neuester Clou, ein hypermodern ausgestattetes Wohnmobil, soll auf der Automobilmesse in Amsterdam ausgestellt werden. Zusammen mit einer jungen Werbedame in einem kleinen gelben Sportwagen macht er sich auf den Weg. Doch gestaltet sich die Reise schwieriger als gedacht: Pannen, Staus und andere Missgeschicke erschweren die Fahrt. Als sie endlich in Amsterdam ankommen, ist die Messe längst vorbei...

Erscheinungsdatum
1971-04-16
TMDB
7.1 / 10 (229)
Laufzeit
1 Std. 32 Min.
Genres
Komödie
Regie
Jacques Tati

Besetzung

Wissenswertes

Trafic ist eine französische Filmkomödie, die 1971 in Paris uraufgeführt wurde. Es ist der fünfte und letzte abendfüllende Kinofilm von Jacques Tati und lief in Deutschland ursprünglich auch unter dem Titel Tati im Stoßverkehr. In diesem Film trat Tatis populäre Figur des Monsieur Hulot zum letzten Mal auf. „Trafic“ ist das französische Wort für Verkehr; hier ist speziell der Straßenverkehr gemeint.

Entstehungsgeschichte

Obwohl Tati eigentlich keinen Film mehr mit der Figur des Monsieur Hulot drehen wollte, sah er sich dazu gezwungen: Nach Abschluss der überaus teuren Dreharbeiten zu Playtime war Tati praktisch pleite. Er konnte seinen neuen Film nicht alleine mit seiner Firma Specta-Films produzieren und musste sich finanzkräftige Partner suchen. Jedoch wäre niemand bereit gewesen, einen Film ohne Hulot zu finanzieren.

Im Juni 1968 entwarfen Tati und der niederländische Dokumentarfilmer Bert Haanstra einen Vertrag mit dem Ziel, eine Filmkomödie in Farbe zu drehen. Der Arbeitstitel des Films sollte „Hulot Production No 5“ lauten. Weiter wurde vereinbart, dass ein wesentlicher Teil in den Niederlanden gedreht werden würde. Dafür hätte sich ein niederländischer Filmfonds mit 150.000 US-Dollar an den Kosten beteiligt.

Es gab allerdings noch kein Drehbuch. Haanstra ließ daher von einem Comiczeichner Skizzen von komischen Ereignissen im Straßenverkehr anfertigen, aus denen er und Tati mehrere als Vorlage für die Filmszenen auswählten. „Trafic“ wurde also von Anfang an nicht als Erzählung, sondern als Abfolge von Bildern konzipiert. Haanstra hatte die Erlaubnis erhalten, auf dem Amsterdamer Messegelände zu drehen.

Tati hatte inzwischen Kontakt zum schwedischen Fernsehen aufgenommen. Für 200.000 US-Dollar durften die Schweden einen Dokumentarfilm über die Dreharbeiten zu „Trafic“ drehen. Außerdem gelang es Tati im Sommer 1969, den amerikanischen Bankier Robert Dorfman zu einer Investition in den Film zu überreden.

Jedoch kam nichts von diesem Geld in den Niederlanden an. Haanstra hatte die Dreharbeiten in Amsterdam und weitere in der Autofabrik DAF daher zunächst aus eigener Tasche bezahlt. Im Juni 1969 sandte Tati Haanstra einen fertigen Vertrag. Aber Haanstras Anwälte rieten ihm von der Unterschrift ab, da er sonst den überwiegenden Teil des finanziellen Risikos tragen müsse.

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