Das fantastische Leben des Ibelin (2024)
Ibelin
Nach dem Tod eines „World of Warcraft“-Spielers wird sein geheimes Leben lebendig nachgestellt, als sich sein Online-Freundeskreis bei seiner Familie meldet.
- Erscheinungsdatum
- 2024-03-08
- TMDB
- 8.1 / 10 (167)
- Laufzeit
- 1 Std. 43 Min.
- Genres
- Dokumentarfilm, Animation
- Regie
- Benjamin Ree
Besetzung
- Mats Steen — Self (archive footage)
- Robert Steen — Self
- Trude Steen — Self
- Mia Steen — Self
- Lisette Roovers — Self
- Kai Simon Fredriksen — Self
- Mikkel Riknagel Nielsen — Self
- Xenia-Anni Nielsen — Self
- Rikke Nielsen — Self (voice)
- Tor Bjørn Torp — Self (voice)
- Kristian Froberg Hansen — Self (voice)
- Jenna Rissanen — Self
Wissenswertes
- Auszeichnungen: 6 · Nominierungen: 0. Darunter: Sundance Film Festival/Publikumspreis – Bester ausländischer Dokumentarfilm; Sundance Film Festival/Beste Regie – Ausländischer Dokumentarfilm; Publikumspreis bei Tromsøs internationalen Filmfestival; Dragon Award Best Nordic Documentary
Das fantastische Leben des Ibelin ist ein Dokumentarfilm von Benjamin Ree. Der Film feierte im Januar 2024 beim Sundance Film Festival seine Premiere, kam im März 2024 in die norwegischen Kinos und wurde Ende Oktober 2024 in das Programm von Netflix aufgenommen. Im Rahmen des Amandaprisen 2024 erhielt der Film insgesamt in fünf Kategorien Nominierungen und in zwei Kategorien Auszeichnungen, unter anderem als bester norwegischer Film. Im Rahmen des Europäischen Filmpreises 2024 wurde der Film mit dem European Young Audience Award ausgezeichnet.
Produktion
Regie führte Benjamin Ree. Der Norweger ist vor allem für seinen Dokumentarfilm The Painter and the Thief bekannt, der 2020 beim Sundance Film Festival mit dem Jury Prize und im darauffolgenden Jahr beim Amandaprisen als bester norwegischer Film ausgezeichnet wurde. Den Filmschnitt übernahm Robert Stengård. Diese Arbeit nahm zwei Jahre in Anspruch. Mit Stengård arbeitete der Regisseur bereits für The Painter and the Thief zusammen.
Ree erfuhr durch einen Zeitungsartikel von Mats’ Geschichte. Er erfragte bei seiner Familie Videos und Filme für eine mögliche Verfilmung. In den Aufnahmen erkannte er sich selbst und seine Eltern wieder. Er wusste nicht, dass sie mit Mats’ Eltern befreundet waren und er und deren Sohn mit nur sieben Tagen Abstand auf die Welt kamen.
Der Regisseur arbeitete einerseits mit klassischen Mitteln des Dokumentarfilms wie Videoaufnahmen der Familie von Mats Steen und Interviews mit Wegbegleitern, andererseits mit nachgestellten, animierten Passagen, die das Leben von Mats in der virtuellen Welt von World of Warcraft erlebbar machen. Dadurch, dass die WoW-Spiele in einem öffentlichen Forum stattfanden, konnten die Macher diese rekonstruieren und sein Leben als Avatar nachspielen.
Die Filmmusik komponierte Uno Helmersson, der zuletzt für die Oscar-nominierten Dokumentarfilme Flee von Jonas Poher Rasmussen und Heimweh – Kindheit zwischen den Fronten von Simon Lereng Wilmont tätig war. Das Soundtrack-Album mit insgesamt 19 Musikstücken wurde am 25. Oktober 2024 von ABHL Records als Download veröffentlicht.
Die Premiere des Films erfolgte am 18. Januar 2024 beim Sundance Film Festival. Im Nachgang sicherte sich Netflix die Rechte an dem Film. Anfang Februar 2024 wurde Ibelin beim Göteborg Film Festival gezeigt. Ende Februar, Anfang März 2024 wurde der Film beim True/False Film Fest vorgestellt. Der Kinostart in Norwegen erfolgte am 8. März 2024.
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