Pieta

Pieta (2012)

피에타

Mit brachialer Gewalt treibt Lee Kang-do für einen Geldverleiher Schulden ein. Säumige Schuldner, welche die horrenden Wucherzinsen nicht zahlen können, macht er gnadenlos zu Krüppeln, um die Unfallversicherungssumme zu kassieren. Eines Tages begegnet dieser Unmensch einer Frau, die behauptet, sie sei seine Mutter. Anfangs weist der alleinstehende, mutterlos aufgewachsene junge Mann die geheimnisvolle Fremde schroff ab. Als er sie vergewaltigen will, wehrt sie sich weinend. Nach der Inzest-Attacke beginnt Kang-do ihr zu glauben, sie zieht bei ihm ein und bemuttert ihn. Die Fürsorge löst eine Art Läuterungsprozess beim Mann aus, er gibt seine brutale Tätigkeit auf. Als die Frau plötzlich verschwindet, denkt Kang-do, sie wäre von einem seiner früheren Misshandlungsopfer aus Rache entführt worden. Beim verzweifelten Rettungsversuch macht Kang-do eine schockierende Entdeckung.

Erscheinungsdatum
2012-09-06
TMDB
7.0 / 10 (437)
Laufzeit
1 Std. 44 Min.
Genres
Drama
Regie
김기덕

Besetzung

Wissenswertes

  • Einspielergebnis: 3,6 Mio. $
  • Gedreht in: Südkorea
  • Auszeichnungen: 1 · Nominierungen: 1. Darunter: Goldener Löwe

Pieta ist ein Spielfilm des südkoreanischen Filmemachers Kim Ki-duk aus dem Jahr 2012. Das Drama, nach der gleichnamigen Darstellung Marias mit dem Leichnam Jesu Christi benannt, stellt einen brutalen Schuldeneintreiber aus Seoul in den Mittelpunkt, der durch das Zusammentreffen mit seiner angeblichen Mutter, die er nie gekannt hat, geläutert wird. Die Low-Budget-Produktion, für die Kim auch das Drehbuch verfasste sowie als Filmeditor tätig war, entstand nach einer dreijährigen Schaffenskrise des Regisseurs und steht eigenen Angaben zufolge für einen Neubeginn seiner Karriere.

Dreharbeiten in Südkorea

Kim drehte Pieta an realen Schauplätzen in Cheonggyecheon, wo er eigenen Angaben zufolge selbst seine Kindheit verbracht und in den Fabriken gearbeitet hat. Insgesamt lebte er 15 bis 20 Jahre dort. Der heruntergekommene Stadtteil galt früher als ein Wahrzeichen des industriellen Aufschwungs Südkoreas.

Als Vorbereitungszeit für den Dreh gab Kim zehn Tage an. Die Dreharbeiten selbst, die im Februar 2012 begannen, hätten 20 Tage, die Postproduktion 30 Tage angedauert. Mit Produktionskosten in Höhe von 150 Mio. Won (ca. 103.000 Euro) wurden nur 1/30 an finanziellen Mitteln für einen durchschnittlichen koreanischen Spielfilm benötigt, um Pieta zu finanzieren.

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