Der Schut

Der Schut (1964)

Kara Ben Nemsi und der tollpatschige Hadschi Halef Omar ziehen durch den damals von den Türken besetzten Balkan einem gefährlichen Abenteuer entgegen. Es gilt, den grausamen Banditen zu jagen, der unter dem Namen „Der Schut“ das Land in Angst und Schrecken versetzt. Die Spur des Banditen ist gezeichnet von Mord, Brand und Folterung. Er hat den Franzosen Henry Galingré verschleppt, einen Freund Kara Ben Nemsis. Annette, die Ehefrau Galingrés, schließt sich der Suchexpedition an, die in unwegsames Gebirge vordringt. In einem brennenden kleinen Dorf finden sie das sadistische Zeichen des Verbrechers: ein an die Türe genageltes, abgeschnittenes Ohr. Ein alter Bauer, den die Verbrecher gefesselt zurückgelassen haben, erzählt, dass seine Söhne erschlagen worden seien und seine Tochter Tschita von den Helfern des Schuts entführt worden sei.

Erscheinungsdatum
1964-08-20
TMDB
6.5 / 10 (48)
Laufzeit
1 Std. 56 Min.
Genres
Abenteuer, Western
Regie
Robert Siodmak
Filmreihe
Kara Ben Nemsi Filmreihe

Besetzung

Wissenswertes

Der Schut ist ein Abenteuerfilm aus dem Jahr 1964. Die Produktion aus der Reihe der deutschen Karl-May-Filme entstand unter der Regie von Robert Siodmak. In den Hauptrollen sind Lex Barker und Marie Versini zu sehen. Es war der erste Karl-May-Film der 1960er Jahre, der im Orient, genauer im Land der Skipetaren spielt. Die literarische Vorlage des Films, die Erzählung Der Schut, ist Bestandteil des sechsteiligen Orientzyklus, der im Vorderen Orient und auf dem Balkan spielt, damals Teile des Osmanischen Reiches. Die Hauptpersonen sind Kara Ben Nemsi, sein Freund Hadschi Halef Omar, der französische Geschäftsmann Henry Galingré und der erbarmungslose Schurke Schut.

Produktion

Nach dem Erfolg von Der Schatz im Silbersee der Rialto Film plante der Produzent Artur Brauner eigene Karl-May-Filme. Aufgrund eines Gutachtens seiner Dramaturgin Ilona Reszkowa vom 31. Januar 1963 entschied er sich für die Verfilmung des Romans Der Schut. Im Mai 1963 begann der exklusiv für Brauners Studio schreibende Autor Rolf Schulz mit der Arbeit, zu Weihnachten 1963 war das Manuskript fertig.

Die Dreharbeiten begannen am 31. März 1964 in Belgrad in dem Originalhaus Konak Knjeginje Ljubice, welches als Haus Galingré diente. Auch sonst wurden vorwiegend bereits vorhandene Gebäude adaptiert. Am 3. April 1964 waren die Dreharbeiten in Belgrad beendet. Kameramann war zunächst der Jugoslawe Aleksandar Sekulovic, da Siegfried Hold sich noch in Dubrovnik bei den Dreharbeiten zu Freddy und das Lied der Prärie aufhielt.

Nächster Drehort war Peja in Kosovo, wo das Team das Hotel Metohija bewohnte. Am 6. April begannen hier im Basarviertel die Aufnahmen mit der Szene an der Hufschmiede. Die als Komparsen mitwirkenden Händler mussten nicht einmal besonders eingekleidet werden. In und um Peja entstanden fast alle Aufnahmen, die in einer Ortschaft spielen.

Als Anwesen des Schut wurde das mit einer großen Mauer umgebene und einem festungsartigen Tor versehene Manastiri i Deçanit ausgewählt. Eigenständiger Bau des jugoslawischen Filmarchitekten Ivkov Dragoljub war lediglich ein Wachturm am Schut-Anwesen. Am 27. April begannen hier die Dreharbeiten, am nächsten Tag wurde unter Einsatz von 27 Pferden die Szene gedreht, in der die Soldaten das Anwesen des Schuts stürmen.

Am 29. April drehte man im ersten Stock des Wirtschaftsgebäudes Karas Verhör durch den Schut. Beim Sprung Karas auf ein bereitstehendes Pferd wäre im Hintergrund die Klosterkirche zu sehen gewesen, sie wurde aber durch aufgehängte Teppiche verdeckt. Die Floßaufnahmen fanden nicht am Originalschauplatz an der Treska statt, sondern vom 4. bis 7. Mai am Fluss Drini i Bardhë in der Nähe von Peja.

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