Der Dreckspatz und die Königin (1950)
The Mudlark
Little Wheeler, ein Straßenjunge, halb verhungert und heimatlos, findet 1875 ein Medaillon mit dem Bild von Königin Victoria. Ein älterer Freund erklärt ihm, dass dies „die Mutter aller Engländer“ sei. Wheeler, der dies wörtlich nimmt, macht sich zu Fuß auf den Weg nach Windsor, um sie kennenzulernen. Victoria aber hat sich die letzten 13 Jahre in ihrem Palast von der Außenwelt verschlossen und trauert um ihren verstorbenen Gatten. Als Wheeler von den Palastwachen während der Vorbereitungen zu einem Staatsdinner entdeckt wird, verdächtigt man den Jungen fälschlicherweise Teil eines Komplotts zu sein, um die Königin zu ermorden. Der Premierminister Benjamin Disraeli erkennt, dass der Junge harmlos ist und verteidigt ihn vor dem Parlament. In seiner Rede kritisiert er indirekt die Königin, die sich aus dem öffentlichen Leben zurückgezogen hat. Die Königin ist aufgebracht von der Rede, aber sie ist aufrichtig ergriffen von Wheeler, und schließlich kehrt sie ins öffentliche Leben zurück.
- Erscheinungsdatum
- 1950-10-03
- TMDB
- 6.6 / 10 (11)
- Laufzeit
- 1 Std. 39 Min.
- Genres
- Drama
- Regie
- Jean Negulesco
Besetzung
- Irene Dunne — Queen Victoria
- Alec Guinness — Benjamin Disraeli
- Andrew Ray — Wheeler, the mudlark
- Beatrice Campbell — Lady Emily Prior
- Finlay Currie — John Brown
- Constance Smith — Kate Noonan
- Anthony Steel — Lieutenant Charles McHatten
- Raymond Lovell — Sergeant Footman Naseby
- Marjorie Fielding — Lady Margaret Prior
- Nicholas Amer — Servant
- Pamela Arliss — Princess Christian
- Wallace Bosco — MP
Wissenswertes
- Auszeichnungen: 0 · Nominierungen: 1
Der Dreckspatz und die Königin ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 1950 mit Irene Dunne in der Rolle der Königin Victoria und Alec Guinness als Benjamin Disraeli. Die fiktive Handlung erzählt, wie die Königin durch die Begegnung mit einem Straßenjungen aus ihrer tiefen Trauer um ihren verstorbenen Ehemann Prinz Albert herausfand.
Hintergrund
20th Century Fox erwarb 1949 die Filmrechte an dem erfolgreichen Roman The Mudlark von Theodore Bonnet für 75.000 US-Dollar und begann unverzüglich mit den Vorbereitungen für die Verfilmung. Die Dreharbeiten sollten in England mit einer fast rein britischen Besetzung stattfinden. Studiochef Darryl F. Zanuck warnte deshalb den Regisseur Jean Negulesco ausdrücklich davor, die Schauspieler am Ende auch noch mit britischem Akzent reden zu lassen:
Die Schauspielerin Irene Dunne wurde als Königin Victoria besetzt, da die meisten englischen Schauspieler in Amerika unbekannt waren und Dunne trotz ihrer 51 Jahre immer noch viele Fans hatte. Um Dunne wie die echte Königin aussehen zu lassen, verbrachte sie jeden Morgen rund 90 Minuten in der Maske, wo sie mit Hilfe von Latex und Make-up älter und fülliger zurechtgemacht wurde.
Obwohl es anfänglich gewisse Vorbehalte im Vereinigten Königreich gegen die Besetzung der Victoria mit einer amerikanischen Schauspielerin gab, wurde der Film für die jährliche Royal Film Performance ausgewählt, eine Benefizveranstaltung zugunsten des Cinematograph Trade Benevolent Fund. Der Aufführung wohnten König Georg VI. und die königliche Familie bei.
Die Rolle der Königin Victoria war bereits mehrfach Gegenstand von Bühnen- und Filmdarstellungen. Helen Hayes hatte 1935 in dem Theaterstück Victoria Regina den größten Erfolg ihrer Bühnenlaufbahn. In den drei Jahren nach der Premiere brachte es die Produktion auf 963 Aufführungen und die Schauspielerin tourte anschließend noch einige Jahre durch die USA. 1937 drehte Anna Neagle an der Seite von Adolf Wohlbrück Königin Viktoria.
Auf Wikipedia weiterlesen · Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0. Daten aus Wikidata.
Empfohlen
- Oliver Twist 1948 · ★ 7.6
- Bedlam 1946 · ★ 6.7
- Living - Einmal wirklich leben 2022 · ★ 7.0
- Adopt a Highway 2019 · ★ 6.9
- Hope and Glory 1987 · ★ 6.9
- Oliver! 1968 · ★ 7.0
- Mit eiserner Faust 1937 · ★ 6.8
- Der geheime Garten 1993 · ★ 7.4
- Nicholas Nickleby 2002 · ★ 6.8
- Goodnight, Mister Tom 1998 · ★ 7.0
- Fast Girls: Lauf für deinen Traum 2012 · ★ 6.0
- Das Wunder von Fatima 2020 · ★ 7.2