Herbstsonate

Herbstsonate (1978)

Höstsonaten

Die gefeierte Pianistin Charlotte bemüht sich nach siebenjähriger Trennung um die Versöhnung mit ihrer ältesten Tochter Eva. Die anfängliche Freude oder das Wiedersehen ebbt schnell ab, als Charlotte erfährt, dass sich Eva um die geistig und körperlich behinderte Schwester Helena kümmert, die sie in einer teuren Privatklinik untergebracht hatte. Eva wirft ihrer Mutter vor, sich mehr um die Karriere, als um ihre Familie bemüht zu haben und gibt ihr die Schuld an ihrer Unfähigkeit zu Lieben. Das gestörte Verhältnis der beiden Frauen gipfelt in offenem Hass und Aggressionen...

Erscheinungsdatum
1978-10-08
TMDB
8.0 / 10 (745)
Laufzeit
1 Std. 39 Min.
Genres
Drama
Regie
Ingmar Bergman

Besetzung

Wissenswertes

  • Auszeichnungen: 0 · Nominierungen: 2

Herbstsonate ist ein schwedisch-deutsches Filmdrama des Regisseurs Ingmar Bergman aus dem Jahr 1978. Das in Norwegen gedrehte Drama um eine Mutter-Tochter-Beziehung war der letzte Kinofilm, in dem Ingrid Bergman mitwirkte.

Hintergrund

Das erste geplante gemeinsame Projekt von Ingrid Bergman und Ingmar Bergman war die Verfilmung des Romans Chefen Fru Ingeborg von Hjalmar Bergman. Das Projekt wurde nicht realisiert, aber der Regisseur versprach ihr, zu einem späteren Zeitpunkt zusammen einen Film zu drehen.

Die Dreharbeiten zu Herbstsonate fanden zwischen September und November 1977 in Norwegen statt. Ingmar Bergman lebte zum damaligen Zeitpunkt im selbst gewählten „Exil“ in Deutschland, nachdem er in Schweden kurzzeitig wegen Steuerhinterziehung angeklagt worden war. Seine in München ansässige Firma Personafilm produzierte den Film unter anderem mit Unterstützung der britischen ITC Film.

Im Film sind mehrere klassische Kompositionen zu hören, die Prelude Nr. 2a von Frédéric Chopin (interpretiert von Käbi Laretei), Johann Sebastian Bachs Französische Suite Nr. 4 in Es-Dur (interpretiert von Claude Genetay) und die Sonate für Blockflöte und Basso Continuo in F-Dur, HWV 369 von Georg Friedrich Händel (interpretiert von Frans Brüggen, Gustav Leonhardt und Anner Bijlsma).

Die Rolle der Charlotte war die letzte große Filmrolle für Ingrid Bergman. Die Schauspielerin starb am 29. August 1982 an Brustkrebs. Liv Ullmann drehte erst wieder 2003 einen Film mit dem Regisseur, Sarabande, der an seine Fernsehserie Szenen einer Ehe (1973) anknüpfte.

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