Toxic

Toxic (2025)

Akiplėša

Die jugendliche Marija verbringt den Sommer bei ihrer Großmutter in einem Industriegebiet im Hinterland Litauens. Aufgrund ihres Gehfehlers wird sie schnell gemobbt und gerät in eine Prügelei mit der gleichaltrigen Kristina, die – wie viele andere Mädchen in dieser abgehängten Gegend – eine Modelschule besucht. Bald schließt sich auch Marija der kultähnlichen Institution an. Mit der Aussicht auf eine Karrierre in der Modebranche werden hier Gefühle von Selbsthass normalisiert und Essstörungen sind an der Tagesordnung. Während sich eine intime Freundschaft zwischen Marija und Kristina entwickelt, geraten die Mädchen in eine sich immer schneller drehende Spirale, in der sie ihre Körper auf extreme Weise missbrauchen. Beruhend auf eigenen Erfahrungen offenbart Regisseurin Saulė Bliuvaitė die toxischen Strukturen einer ausbeuterischen, patriarchalen Gesellschaft, mit der viele junge Frauen zu kämpfen haben.

Erscheinungsdatum
2025-03-24
TMDB
6.6 / 10 (40)
Laufzeit
1 Std. 39 Min.
Genres
Drama
Regie
Saulė Bliuvaitė

Besetzung

Wissenswertes

  • Auszeichnungen: 1 · Nominierungen: 0. Darunter: Goldener Leopard

Toxic ist ein litauischer Spielfilm von Saulė Bliuvaitė aus dem Jahr 2024. Das Drama erzählt vom perspektivlosen Leben zweier 13-jähriger Mädchen in einer heruntergekommenen Industriestadt, die beide von einer Modelkarriere träumen. Die Hauptrollen übernahmen die Laiendarstellerinnen Vesta Matulytė und Ieva Rupeikaitė. Das Werk wurde Mitte August 2024 beim Locarno Film Festival uraufgeführt, wo es unter anderem den Hauptpreis gewann.

Hintergrund

Toxic ist das Spielfilmdebüt von Kurzfilmregisseurin und Drehbuchautorin Saulė Bliuvaitė (* 1994). Das Skript zum Film verfasste sie auf Basis ihrer eigenen Erfahrungen als Jugendliche. „Mit der Geschichte über junge Mädchen, die sich in toxischen Umgebungen behaupten müssen, wollte ich das Konzept des menschlichen Körpers erkunden – Körper als Projekt, Währung, Objekt der Begierde, Quelle von Schmerz und Magie“, so Bliuvaitė.

Der Film wurde von Giedrė Burokaitė für die Gesellschaft Akis Bado produziert. Um die internationalen Rechte kümmert sich das spanische Unternehmen Bendita Film Sales.

Finanziell unterstützt wurde das Projekt vom Litauischen Filmzentrum mit über 139.000 Euro Fördersummen für Entwicklung und Produktion.

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