Ein Sommer zum Verlieben

Ein Sommer zum Verlieben (1991)

牯嶺街少年殺人事件

Taipei im Jahr 1960. Der 14-jährige Schüler Chang Chen, von allen Xiao Si'r („kleine Vier“, da er das vierte von fünf Kindern ist) genannt, hatte im letzten Jahr in einem Fach eine mangelhafte Note erhalten. Obwohl alle anderen Fächer erfolgreich liefen und er eigentlich ein guter Schüler ist, musste er von der „Tagesschule“ auf die „Abendschule“ wechseln. Sein Vater, ein Regierungsbeamter aus dem Mittelstand, ist darüber unglücklich, denn die abendlich stattfindenden Schulen besitzen einen schlechten Ruf. Auf der von militärischer Strenge geprägten Schule werden die Schüler von den Lehrern oft nur mit den ihnen zugeteilten Nummern angesprochen. Die Bedenken des Vaters sind nicht grundlos: Zwischen den Little Park Boys und den 217s, zwei Jugendbanden, kommt es immer wieder zu brutalen Auseinandersetzungen.

Erscheinungsdatum
1991-07-27
TMDB
8.2 / 10 (414)
Laufzeit
3 Std. 56 Min.
Genres
Krimi, Drama, Liebesfilm
Regie
楊德昌

Besetzung

Wissenswertes

  • Auszeichnungen: 1 · Nominierungen: 1. Darunter: Golden Horse Award for Best Feature Film

Ein Sommer zum Verlieben ist ein taiwanischer Spielfilm von Edward Yang aus dem Jahr 1991. Das vierstündige Werk bietet ein Panorama der taiwanischen Gesellschaft in den frühen 1960er-Jahren, in deren Zentrum Kämpfe zwischen verfeindeten Jugendbanden sowie das Leben der Hauptfigur, des Teenagers Chang Chen, und seiner Familie stehen. Der Originaltitel Gulingjie Shaonian Sharen Shijian lautet übersetzt etwa „Jugendlichen-Mordfall an der Guling-Straße“, international ist der Film auch unter seinem englischen Titel A Brighter Summer Day bekannt. Im Laufe der Jahre seit seiner Veröffentlichung gelangte Yangs Film langsam, aber stetig zu großer internationaler Anerkennung.

Produktionsgeschichte

Als Vorlage für die Mordtat diente Edward Yang ein realer Mordfall, bei dem am 15. Juni 1961 eine Jugendliche von ihrem Mitschüler in Taipei ermordet wurde. Yang, der mit seinem Geburtsjahrgang 1947 derselben Generation wie den Jugendlichen im Film angehörte, ließ sich auch in weiteren Elementen des Filmes von autobiografischen Einflüssen sowie Erlebnissen seiner Jugendzeit beeinflussen.

Mit insgesamt über 100 Sprechrollen in dem Film benötigte Yang eine große Besetzung. Viele der jugendlichen Schauspieler waren Amateure und hatten keinerlei vorherige Filmerfahrungen, darunter auch der Hauptdarsteller Chang Chen in seinem Filmdebüt. Chens Vater, der Schauspieler Chang Kuo-chu, spielt auch im Film seinen Vater.

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