Das Unheil

Das Unheil (1972)

Am kaleidoskopartig entworfenenen deformierten Modell einer Provinzstadt und ihrer Bewohner liefert der Film eine menschliche und gesellschaftliche Zustandsbeschreibung bundesdeutscher Wirklichkeit zu Beginn der 70er Jahre. Die kritischen Realitätsbezüge werden einseitig beleuchtet und durch eine überfrachtete Beweislast jeder anderen Alternative entzogen.

Erscheinungsdatum
1972-03-23
TMDB
5.1 / 10 (9)
Laufzeit
1 Std. 36 Min.
Genres
Thriller, Drama
Regie
Peter Fleischmann

Besetzung

Wissenswertes

Das Unheil ist ein gesellschaftskritisches Filmdrama von Regisseur Peter Fleischmann gedreht in den Jahren 1970/71 im mittelhessischen Wetzlar. Die Deutschland-Premiere war am 23. März 1972 in einem Münchener Kino. Der Film ist eine deutsch-französische Gemeinschaftsproduktion von Hallelujah-Film GmbH, München, Artemis Filmgesellschaft mbH, Berlin und Productions Artistes Associés, Paris.

Produktionshintergrund

Der Name der Stadt wird im Film nicht genannt. Als Drehort hierfür diente die mittelhessische Industriestadt Wetzlar, die auch eine guterhaltene Altstadt mit einem Dom samt Pfarrhaus als Kulisse aufbieten konnte.

Bei den im Film gezeigten rauchenden Industrieanlagen handelt es sich um die Buderuswerke in Wetzlar, die zu dieser Zeit noch eine Hochofenanlage mit drei Hochöfen besaßen (Sophienhütte). Ähnlich wie im Film waren bis zur Stilllegung des letzten Hochofens im Oktober 1981 die Stadtbezirke drumherum und die dort wohnenden Menschen tatsächlich vom Ruß und den Abgasen der Schwerindustrie stark betroffen.

Zu Beginn des Films sieht man die Sprengung einer baufälligen Brücke über die Lahn Anfang der 1970er Jahre. Direkt daneben war bereits eine neue vierspurige Brücke errichtet worden, die Teil des Karl-Kellner-Rings ist, der Hauptverkehrsstraße durch Wetzlar.

Im Film tritt auch ein Standortkommandant auf. Wetzlar war zu dieser Zeit mit zwei Kasernen einer der größten Standorte der Bundeswehr in Deutschland und die größte Garnisonsstadt Hessens.

Die Rolle des Fabrikanten spielte Werner Hess, der damalige Intendant des Hessischen Rundfunks.

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