Soeur Sourire – Die singende Nonne (2009)
Sœur Sourire
In den frühen 60er Jahren des 20. Jahrhunderts rebelliert die wallonische Bürgertochter Jeannine gegen die spießbürgerliche Enge ihres Elternhauses, in dem sie ins Nonnenkloster geht und eine Karriere als Missionarin in den damals noch existenten belgischen Kolonien anstrebt. Als ein paar Geistlichen mit Sinn für Marketing die schöne Singstimme der Novizin auffällt, lädt man sie zu Plattenaufnahmen ein, und Jeannine landet prompt einen Welthit. Mit dem Ruhm aber kommen die Probleme, und auch von dem vielen Geld, das der Schlager einspielt, sieht Jeannine wenig.
- Erscheinungsdatum
- 2009-04-29
- TMDB
- 6.4 / 10 (51)
- Laufzeit
- 1 Std. 59 Min.
- Genres
- Drama
- Regie
- Stijn Coninx
Besetzung
- Cécile de France — Jeannine Deckers / Sœur Sourire
- Sandrine Blancke — Annie
- Jan Decleir — Lucien Deckers
- Johan Leysen — Père Jean
- Chris Lomme — Mère Supérieure
- Marie Kremer — Françoise
- Jo Deseure — Gabrielle Decker
- Filip Peeters — Antoine Brusson
- Christelle Cornil — Soeur Christine
- Fabienne Loriaux — La maîtresse des novices
- Raphaël Charlier — Pierre
- Philippe Résimont — Pollet
Wissenswertes
- Gedreht in: Lüttich, Sprimont und Zisterzienserinnenabtei Le Vivier
Sœur Sourire – Die singende Nonne ist ein belgisch-französisches Filmdrama von Stijn Coninx aus dem Jahr 2009. Die Filmbiografie orientiert sich frei an dem Leben der belgischen Nonne Jeannine Deckers, die unter dem Namen Sœur Sourire weltbekannt wurde und im Film von Cécile de France verkörpert wird.
Hintergrund
Sœur Sourire – Die singende Nonne war nicht der erste biografische Film über das Leben von Jeannine Deckers. Bereits im Jahr 1966 wurde unter der Regie von Henry Koster der Film Dominique – Die singende Nonne mit Debbie Reynolds in der Hauptrolle gedreht. Anfang der 1990er Jahre wurde dem belgischen Filmemacher Stijn Coninx vorgeschlagen, das Leben von Jeannine Deckers erneut zu verfilmen.
Nachdem Coninx de France getroffen hatte, die ihn sofort von sich überzeugt habe, schrieb er mit den beiden Autorinnen Chris Vander Stappen und Ariane Fert ein neues Drehbuch. Die Handlung sollte sich für Coninx dabei vor allem auf Deckers’ großes Bedürfnis nach Liebe konzentrieren und weniger auf ihre prekäre finanzielle Situation in ihren späteren Jahren, weshalb er auch bestimmte Aspekte ihrer Biografie bewusst fiktionalisierte.
Während Cécile de France für die Hauptrolle von Beginn an feststand, wurden alle anderen Darsteller erst im letzten Moment für ihre jeweiligen Rollen ausgewählt. Regisseur Stijn Coninx entschied sich dabei – mit Ausnahme von Tsilla Chelton in der Rolle der ältlichen Schwester Odette – für ausschließlich belgische Schauspieler, so unter anderem für Sandrine Blancke, die ihm de France empfahl, und Jan Decleir, mit dem Coninx zuvor bereits erfolgrei…
Für ihre Rolle beschäftigte sich Hauptdarstellerin de France intensiv mit dem Leben und der Persönlichkeit von Sœur Sourire und nahm fünf Monate lang Gitarren- und Gesangsunterricht. Coninx und de France hatten eine ähnliche Vorstellung vom Film und arbeiteten während seines Entstehungsprozesses eng zusammen.
Die Dreharbeiten fanden vom 28. Juli bis zum 20. September 2008 vor allem in der Provinz Lüttich statt. Gedreht wurde dort unter anderem in Seraing und Esneux sowie in der Provinzhauptstadt Lüttich, wo auch die in Kanada spielenden Szenen entstanden. Als einzelne Drehorte dienten dort zudem das Palais des congrès, die Kirche Saint-Jacques-le-Mineur und ein Flügel des Fürstbischöflichen Palastes, das Palais Provincial.
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