Die Stunde des Wolfs (1968)
Vargtimmen
Nach ihrer Flucht aus der Psychiatrie begibt sich die schöne Rebecca Thalberg ins Erzgebirge. Dort setzt sie alles daran, das wohl gehütete Familiengeheimnis ihres Mannes Henry zu lüften. Was passierte in der Nacht, in der dessen Vater ums Leben kam? Selbst der Förster Tom Faller, der Rebecca seine Hilfe anbietet, scheint in die mysteriöse Geschichte der Thalbergs verwickelt zu sein
- Erscheinungsdatum
- 1968-02-19
- TMDB
- 7.4 / 10 (585)
- Laufzeit
- 1 Std. 23 Min.
- Genres
- Drama, Horror
- Regie
- Ingmar Bergman
Besetzung
- Max von Sydow — Johan Borg
- Liv Ullmann — Alma Borg
- Gertrud Fridh — Corinne von Merkens
- Georg Rydeberg — Lindhorst
- Erland Josephson — Baron von Merkens
- Naima Wifstrand — Old Lady with Hat
- Ulf Johansson — Heerbrand
- Gudrun Brost — Gamla Fru von Merkens
- Bertil Anderberg — Ernst von Merkens
- Ingrid Thulin — Veronica Vogler
- Agda Helin — Von Merken's Maid (uncredited)
- Lenn Hjortzberg — Kreisler (uncredited)
Wissenswertes
Die Stunde des Wolfs ist ein in Schwarzweiß gedrehter schwedischer Spielfilm von Ingmar Bergman aus dem Jahr 1968 mit Max von Sydow und Liv Ullmann in den Hauptrollen. Das mit Elementen des surrealen Films und des Horrorfilms arbeitende Filmdrama liefert das Psychogramm eines Künstlers, der sich mit seiner Frau auf eine Insel zurückgezogen hat, wo er von Visionen und Bildern aus seiner Vergangenheit heimgesucht wird. Die Stunde des Wolfs bildet den Auftakt zu Bergmans so genannter Fårö-Trilogie.
Hintergrund
Die Stunde des Wolfs basiert auf einem im Spätsommer/Herbst 1964 abgeschlossenen Manuskript Bergmans mit dem Arbeitstitel „Die Menschenfresser“ (auch „Dämonen“, im Original „Demonerna“). Bergman, damals auch Leiter des Königlichen Dramatischen Theaters in Stockholm, erkrankte jedoch Anfang 1965, und das Projekt wurde verschoben. Nach seiner Genesung drehte er zunächst den kurzfristig konzipierten Film Persona.
Die Namen Lindhorst, Heerbrand und Kreisler hatte Bergman den Werken von E. T. A. Hoffmann entliehen. Visuell beeindruckt hatte ihn die 1932–1933 entstandene Radierung Den gamla antikvitetshandeln (Little Dorrit) des schwedischen Malers und Grafikers Axel Fridell (1894–1935), die auf der Radierung abgebildeten „Menschenfresser“ inspirierten ihn zu den Dämonen seines Films.
Der Film bildet den Auftakt zur so genannten Fårö-Trilogie, gefolgt von Schande (1968) und Passion (1969). Gedreht wurde von Mai bis September 1966 auf der schwedischen Insel Fårö, auf der Bergman damals lebte, in Hovs hallar in der südschwedischen Provinz Schonen und in den Råsunda Film Studios in Filmstaden, Solna. In Hovs hallar waren rund ein Jahrzehnt zuvor die Außenaufnahmen zu Bergmans Das siebente Siegel entstanden.
Nach Persona war dies Liv Ullmanns zweiter Film für Bergman. Die im Film sichtbare, fortgeschrittene Schwangerschaft Alma Borgs war nicht gestellt: Ullmann erwartete ein Kind von dem Regisseur, die gemeinsame Tochter wurde während der Dreharbeiten geboren.
Die Stunde des Wolfs startete am 19. Februar 1968 in den schwedischen und am 1. März desselben Jahres in den deutschen Kinos.
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