The Miracle (1912)
When a wayward nun, Megildis, deserts her convent with a knight, a statue of the Virgin Mary comes to life and takes place of Megildis, who makes her way through the world and its many vicissitudes.
- Erscheinungsdatum
- 1912-12-21
- TMDB
- 7.0 / 10 (3)
- Laufzeit
- 1 Std. 3 Min.
- Regie
- Michel Carré
Besetzung
- Maria Carmi — The Madonna
- Florence Winston — Megildis, the Nun
- Douglas Payne — The Knight
- Ernst Matray — The Minstrel
Wissenswertes
Das Mirakel ist ein schwarzweißer Stummfilm von Max Reinhardt respektive Michel Carré aus dem Jahr 1912. Die österreichisch-deutsche Koproduktion basiert auf dem Bühnenwerk Das Mirakel von Karl Gustav Vollmoeller.
Produktion, Hintergrund, Veröffentlichung
Angesichts des überwältigenden Publikumserfolgs der Singspielvorlage entschloss sich Vollmoeller 1912, den Stoff zu verfilmen. Dazu überarbeitete er das Stück und kürzte die Szenenfolge von 4 auf 2 Stunden. Im Anschluss an die Wiener Aufführungen im September 1912, begannen in der Umgebung Wiens die Dreharbeiten. Die Herstellungskosten lagen seinerzeit bei circa 1 Million Mark.
Inwieweit Max Reinhardt, der sich während der Dreharbeiten mit dem amerikanischen Produzenten Joseph Menchen überwarf, was dazu führte, dass der Franzose Michel-Antoine Carré die Regie übernahm, in den Film involviert ist, liegt im Dunkeln. Reinhardt hat sich dazu nie abschließend geäußert und auch die befragten Kameraleute Jeapes antworteten nur ausweichend.
Die Präsentation des Films war einmalig und überwältigend, wie Variety schrieb: Die Front einer Kathedrale bildete die Umrahmung der Leinwand, im Kinosaal wurde Weihrauch entzündet, ein in Gewänder gehüllter Chor betrat die Bühne und die Musik verwandte die Handlung unterstreichende Soundeffekte. Der Film hatte am 21. Dezember 1912 im Covent Garden Royal Opera House in London Weltpremiere. Am 13.
Der Stummfilm hatte seinerzeit eine Länge von vier Akten auf 1.459 Metern, ca. 80 Minuten. Die Zensurmaßnahme der Reichsfilmzensur am 27. Mai 1921 ergab eine Kürzung auf noch 1.269 Meter (ca. 70 Minuten).
Der Film war für seine Zeit ein bemerkenswertes Kunstwerk. Zum einen wurde er nicht im Studio, sondern an verschiedenen Lokalitäten (Burg Kreuzenstein im niederösterreichischen Leobendorf, Kirche in Perchtoldsdorf, Wald) gedreht, zum anderen kam er in Farbe (handkoloriert) und mit Ton (Live-Orchester und Chor) in die Kinos. Anlässlich jeder Premiere wurden die Räumlichkeiten wie für ein Theaterstück mit aufwändigem Bühnenbild versehen.
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