Ulzana

Ulzana (1974)

Arizona, Ende der vierziger Jahre des 19. Jahrhunderts. Die Mimbreno-Indianer haben sich auf Ackerbau umgestellt, eine Bewässerungsanlage gebaut und feiern ihr erstes Erntedankfest. Es ist eine ertragreiche Ernte, und sie können mit den Überschüssen Handel treiben. Die Geschäftsleute von Tucson und die Siedler bangen um ihre Profite, vor allem die Männer vom ”Tucson-Ring”, die die von der Regierung für die Versorgung der Indianer gespendeten Gelder einstreichen und ihnen verdorbene Lebensmittel liefern. Sie gehen zum Angriff über und sprengen die Bewässerungsanlage. Häuptling Ulzana wird verwundet, die Weißen halten ihn für tot und wollen die Mimbrenos in ein unfruchtbares Reservat treiben. Die Indianer fliehen in die mexikanische Sierra Madre, doch Ulzanas Frau Leona wird von den Soldaten gefangen. Kann Ulzana sie befreien?

Erscheinungsdatum
1974-05-16
TMDB
5.0 / 10 (17)
Laufzeit
1 Std. 31 Min.
Genres
Western, Abenteuer
Regie
Gottfried Kolditz
Filmreihe
Ulzana Filmreihe

Besetzung

Wissenswertes

Ulzana ist ein DEFA-Indianerfilm des Filmregisseurs Gottfried Kolditz aus dem Jahr 1974. Der Film wurde von der DEFA-Arbeitsgruppe „Roter Kreis“ produziert.

Hintergrund

Der Western stellt den Fortschritt der Apachen Mitte des 19. Jahrhunderts und die damit verbundene Unzufriedenheit der weißen US-Amerikaner in Tucson, Arizona dar. Wie schon in dem Film Apachen wird hier das Bestreben des Apachenhäuptlings Ulzana und seiner Stammesmitglieder, friedlich mit ihren weißen Nachbarn zusammenzuleben, deutlich.

Ulzana entstand als neunter Indianerfilm der DEFA. Gedreht wurde mit Unterstützung vom Filmstudio Bukarest und Mosfilm-Studio Moskau in Rumänien und Usbekistan. Wie bei seinen Vorgängerfilmen legte man großen Wert auf eine historisch korrekte Darstellung. So war Ulzana tatsächlich ein Häuptling des Apachen-Stammes Chiricahua.

Der DDR-Originaltitel des Films war Ulzana. Auf Hüllen von bundesdeutschen DVD-Veröffentlichungen findet man auch den Titel Ulzana – Schicksal und Hoffnung.

Auch wenn einige (früher verbotene) Filme später veröffentlicht wurden, war dies der vorletzte DEFA-Film, der im Format Totalvision gedreht wurde (der letzte war Anton der Zauberer von 1978).

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