Der Aufenthalt (1983)
Der Kriegsgefangene Mark Niebuhr wird mit einem Transport 1945 nach Warschau gebracht. Eine Polin glaubt in Ihm den SS- Mann wiederzuerkennen, der ihre Tochter ermordet hat und beschuldigt daraufhin Mark. Er wird von den Anderen isoliert und in Einzelhaft gebracht. Seine Schuld wird ihm nicht erklärt. Allein mit seiner Angst, muß er den Hass der polnischen Gefangenen ertragen, als er aus der Einzelhaft entlassen wird. Während eines gefährlichen Arbeitseinsatzes, bei dem er ein Kind rettet, bricht er sich den Arm und wird ins Krankenhaus verlegt. Dort erfährt er von den Schuldvorwürfen. Nach seinem Aufenthalt im Krankenhaus kommt er in eine Zelle mit deutschen Gefangenen, in der die alten Hierarchien vorherrschen. In dieser Zeit wird er vor existentielle Fragen gestellt wie Zugehörigkeit, Schuld und Unschuld. Er kommt zu der Erkenntnis, das er, obwohl unschuldig am Mord des Mädchens, eine Mitschuld trägt an den Gesamtzuständen.
- Erscheinungsdatum
- 1983-01-20
- TMDB
- 4.9 / 10 (8)
- Laufzeit
- 1 Std. 35 Min.
- Genres
- Drama
- Regie
- Frank Beyer
Besetzung
- Sylvester Groth — Mark Niebuhr
- Fred Düren — General Eisensteck
- Matthias Günther — Hauptsturmführer
- Klaus Piontek — Major Lundenbroich
- Roman Wilhelmi — Ohnehals
- Hans-Uwe Bauer — Obergefreiter Fenske
- Alexander van Heteren
- Horst Hiemer
- Günter Junghans
- Krzysztof Chamiec
- Gustaw Lutkiewicz
- Michael Gerber
Wissenswertes
- Basiert auf: Der Aufenthalt
- Auszeichnungen: 0 · Nominierungen: 1
Der Aufenthalt ist ein deutscher Film der DEFA von 1983 unter der Regie von Frank Beyer, der auf dem gleichnamigen autobiografischen Roman von Hermann Kant beruht.
Hintergrund zur Entstehung
Für den Film kehrte Beyer aus der Bundesrepublik zurück, wo er zu dieser Zeit überwiegend arbeitete. Nach eigener Aussage hätte er dort bleiben können, doch war ihm Der Aufenthalt so wichtig, dass er zurückgekommen sei.
Gedankt wurde es ihm nicht. In Polen erregte das Werk Unwillen, da es angeblich eine polnische Armee zeige, die einen Unschuldigen festhalte und drangsaliere. Dieses Bild würde, hieß es damals, dem polnischen Volk nicht gerecht werden und antipolnische Ressentiments schüren.
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