100 Tage, Genosse Soldat

100 Tage, Genosse Soldat (1991)

Сто дней до приказа

Hussein Ereknovs Helden sind Außenseiter, die in der Armee nicht überleben können oder wollen, in keiner Armee der Welt, auch nicht in Friedenszeiten. 100 Tage, Genosse Soldat zeigt in seltsam sanften, stimmungsvollen Bildern Alltagssituationen und den Wahnsinn, dem Einzelgänger in der Armee ausgeliefert sind, sowohl in der Garnison als auch an einem dieser riesigen Flüsse Rußlands. Der Film folgt nicht einer Geschichte sondern zeigt Sequenzen, die real, aber auch traumartig sind. Der Regisseur Erkenov schreckt nicht davor zurück Zärtlichkeit und Sexualität in dieser reinen Männergemeinschaft zu zeigen. In dieser Hinsicht übertrifft er selbst vergleichbare Werke von Tarkovskij, Paradshanov oder Pasolini.

Erscheinungsdatum
1991-02-01
TMDB
4.9 / 10 (23)
Laufzeit
1 Std. 11 Min.
Genres
Drama
Regie
Хусейн Эркенов

Besetzung

Wissenswertes

100 Tage, Genosse Soldat ist ein sowjetischer Spielfilm des Regisseurs Chussein Salawatowitsch Erkenow, der auf der gleichnamigen Erzählung von Juri Poljakow basiert, die 1987 in der Sowjetunion veröffentlicht wurde. Das Werk gehörte zu den ersten literarischen Auseinandersetzungen mit den gravierenden sozialen Missständen in der Sowjetarmee, insbesondere mit der sogenannten „Dedowschtschina“ – einem System aus Schikanen, Misshandlungen und Machtmissbrauch durch dienstältere Soldaten gegenüber jüngeren Wehrpflichtigen. Diese Problematik war bis dahin weitgehend ein Tabuthema gewesen. Der Film gilt als einer der wenigen Klassiker des schwulen Kinos aus Russland.

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