Rose Bernd (1957)
Rose Bernd, eine hübsche, ebenso temperamentvolle wie sensible junge Frau, arbeitet als Magd auf dem Gutshof des wohlhabenden Christoph Flamm. Rose wird von dem Baggerfahrer Streckmann begehrt, einem Mann, der durch seine rohe, animalische Ausstrahlung eine seltsame Faszination auf die junge Frau ausübt, sie zugleich aber durch seine Gefühlskälte abstößt. Ganz anders der schüchterne Buchdrucker August Keil: Er liebt Rose und möchte sie heiraten. Doch sie weist ihn immer wieder zurück. Dem charmanten Christoph Flamm gelingt es schließlich, das Herz der jungen Frau zu gewinnen. Rose lässt sich auf eine Affäre mit ihm ein. Als der skrupellose Streckmann davon erfährt, beginnt er Rose zu erpressen.
- Erscheinungsdatum
- 1957-01-31
- TMDB
- 6.6 / 10 (6)
- Laufzeit
- 1 Std. 38 Min.
- Genres
- Drama
- Regie
- Wolfgang Staudte
Besetzung
- Maria Schell — Rose Bernd
- Raf Vallone — Arthur Streckmann
- Käthe Gold — Henriette Flamm
- Leopold Biberti — Christoph Flamm
- Hannes Messemer — August Keil
- Siegfried Lowitz — Richter
- Arthur Wiesner — Vater Bernd
- Krista Keller — Maria Schubert
- Helmut Brasch
Wissenswertes
Rose Bernd ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 1957, für den Gerhart Hauptmanns gleichnamiges Bühnenstück die Vorlage bildet. Die Hauptrolle der Dienstmagd Rose Bernd, die sich auf ein Verhältnis mit ihrem verheirateten Arbeitgeber Christoph Flamm einlässt und schwanger wird, ist mit Maria Schell besetzt. Weitere tragende Rollen spielen Raf Vallone, Käthe Gold und Hannes Messemer.
Hintergrund
Die Dreharbeiten begannen am 6. September und dauerten bis in den Oktober 1956 hinein. Gedreht wurde sowohl auf dem Außengelände des Bavaria-Ateliers als auch in der Gegend zwischen Ammersee und Starnberger See. Die Bauten stammen von Hans Berthel und von Robert Stratil. Die Aufnahmeleitung hatten Jürgen Mohrbutter und Helmut Ringelmann inne. Der Verleih des Films erfolgte durch Schorchtfilm.
Die Uraufführung von Rose Bernd fand am 31. Januar 1957 im Theater am Kröpcke in Hannover statt. Im deutschen Fernsehen wurde der Film erstmals am 11. November 1963 vom ZDF gezeigt.
Gegen die Besetzung der Rolle des Arthur Streckmann mit dem italienischen Schauspieler Raf Vallone gab es seinerzeit viele kritische Stimmen. Herbert Spaich schrieb dazu in seiner Biografie über Maria Schell, dass gerade diese Besetzung dem Film eine „eigenartige Spannung“ verliehen habe. Wie Rose, sei auch er „ein Fremder“, „ein Außenseiter“.
Es gibt eine weitere Verfilmung von 1919 unter demselben Titel. In dieser Stummfilmversion spielen Henny Porten, Alexander Wirth, Emil Jannings, Paul Bildt und Ilka Grüning die Hauptrollen. 1962 wurde das Stück fürs Fernsehen verfilmt. Ida Krottendorf spielte neben Bruno Dallansky, Marianne Hoppe, Erwin Linder und Otto Bolesch die Hauptrolle. Ein weiterer Fernsehfilm entstand 1998 mit Johanna Wokalek als Rose Bernd.
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