Flüchtlinge

Flüchtlinge (1933)

Man schreibt das Jahr 1928, es tobt Krieg um die Mandschurei. Tausende flüchten aus der umkämpften Stadt Charbin, darunter zahlreiche Deutsche aus Rußland. Da Krieg herrscht, denkt jeder zuerst an sich, selbst Frauen und Kinder müssen um ihr Leben kämpfen. Ständig werden die Flüchtlinge von russischen Soldaten verfolgt, obwohl sie sich auf internationalem Boden befinden. Plötzlich tritt ein eleganter Offizier namens Arneth vor die zerlumpte Gruppe. Offenbar ist er deutscher Abstammung, trägt aber eine chinesische Uniform. Zunächst ist er angewidert von dem heruntergekommenen Haufen, doch schließlich verbündet er sich mit den Flüchtlingen und will ihnen helfen, mit einem Zug nach Peking zu gelangen. Trotz zahlreicher Hindernisse, Meutereien und Angriffe durch feindliche Soldaten gelingt es Arneth, seine Gefolgschaft in Sicherheit zu bringen.

Erscheinungsdatum
1933-12-07
TMDB
6.2 / 10 (4)
Laufzeit
1 Std. 27 Min.
Genres
Drama, Kriegsfilm, Abenteuer
Regie
Gustav Ucicky

Besetzung

Wissenswertes

Flüchtlinge ist ein deutscher Abenteuerspielfilm aus dem Jahre 1933 mit nationalistischen und nationalsozialistischen Propagandaelementen. Unter der Regie von Gustav Ucicky spielen Hans Albers und Käthe von Nagy die Hauptrollen.

Produktionsnotizen

Gedreht wurde von Juli bis Mitte September 1933. Flüchtlinge passierte am 1. Dezember 1933 die Filmzensur und wurde am 8. Dezember 1933 in Berlins UFA-Palast am Zoo erstaufgeführt.

UFA-Herstellungsgruppenleiter Günther Stapenhorst übernahm auch die Produktionsleitung, sein Produktionsassistent war Erich von Neusser. Die Aufnahmeleitung hatte Otto Lehmann. Die umfangreichen Filmbauten stammen von Robert Herlth und Walter Röhrig. Für den Ton sorgte Hermann Fritzsching, Werner Krien assistierte Chefkameramann Fritz Arno Wagner.

Das Marschlied Weit ist der Weg zurück ins Heimatland, so weit, weit, weit von Ernst Erich Buder wurde bereits 1931 im Film Die andere Seite verwendet.

Flüchtlinge war der erste Film, der am 1. Mai 1934 mit dem soeben geschaffenen NS-Staatspreis ausgezeichnet wurde. Darüber hinaus erhielt er das Prädikat „Staatspolitisch und künstlerisch wertvoll“. 1945 wurde die Aufführung des Films von den alliierten Militärbehörden in Deutschland verboten.

Der vielsprachige Baltendeutsche Andrews Engelman, der den skrupellosen Sowjetkommissar verkörpert, spricht als einziger der Mitwirkenden alle vier im Film gesprochenen Sprachen.

Auf Wikipedia weiterlesen · Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0. Daten aus Wikidata.

Empfohlen