Moskau glaubt den Tränen nicht

Moskau glaubt den Tränen nicht (1980)

Москва слезам не верит

1958 zieht es Katja, Ludmila und Antonina aus der Provinz nach Moskau, wo sie das Schicksal schließlich zusammenführt. Gemeinsam arbeiten sie in der Fabrik und leben in einem Wohnheimzimmer. Obwohl ihre Lebensentwürfe nicht unterschiedlicher sein könnten, verbindet sie die Suche nach Glück. Letztlich aber folgt ein Hindernis dem nächsten: Katja z. B., mit der berühmten Verwandtschaft und dem Traum von einer Hochschulkarriere, fällt bei der Aufnahmeprüfung durch. Ihre große Liebe, der Kameramann Rachkow, der sie schwängert und dann aber sitzen lässt, bringt sie schließlich dazu, den Männern gänzlich abzuschwören und eine steile Karriere bis zur erfolgreichen Fabrikdirektorin zu beginnen. Ludmila und die blondschopfige Tonia hingegen scheinen von vornherein den richtigen Weg zum Glück gefunden zu haben: Tonia angelt sich einen braven Moskauer, Ludmila den Profisportler Gurin. Doch der Schein trügt...

Erscheinungsdatum
1980-02-11
TMDB
7.5 / 10 (308)
Laufzeit
2 Std. 22 Min.
Genres
Drama, Komödie, Liebesfilm
Regie
Wladimir Menschow

Besetzung

Wissenswertes

  • Gedreht in: Amerikanisches Krankenhaus Paris
  • Auszeichnungen: 1 · Nominierungen: 1. Darunter: Oscar für den besten fremdsprachigen Film

Moskau glaubt den Tränen nicht ist ein sowjetischer Spielfilm des Regisseurs Wladimir Walentinowitsch Menschow aus dem Jahr 1980. Er erhielt 1981 den Oscar als bester ausländischer Film.

Entstehungsgeschichte

Es fing alles mit einem Drehbuch mit dem Titel „Die, die zweimal gelogen hat“ (russ.: Дважды солгавшая) an, welches Walentin Tschernych für einen Wettbewerb mit der Thematik Moskau innerhalb von neunzehn Tagen verfasste. Dies basiert wiederum auf seinem unvollendeten Buch. Dies hatte er am Anfang der 70er Jahre begonnen.

Nachdem Tschernych gebeten wurde, einige Änderungen vorzunehmen und sich weigerte, übernahm nun Menschow selbst diese Aufgabe. Er erweiterte das Konzept, veränderte und ergänzte Szenen. Hierbei gibt es Hinweise auf autobiografische Züge, denn viele Dinge wie z. B. das Leben in einem studentischen Wohnheim hat er gemeinsam mit seiner Ehefrau erlebt, welche die Hauptrolle im Film erhalten hat.

Bei der Rollenverteilung gab es am Anfang keine Einigkeit: viele anfangs vorgeschlagene Schauspieler sagten dem Regisseur aus unterschiedlichen Gründen ab. Beispielsweise war für die Rolle von Katja Margarita Terechowa vorgesehen. Sie erachtete das Stück als ungeeignet und den Regisseur als unerfahren. Zudem war sie für eine andere für sie wichtige Rolle gebucht worden. Weitere Kandidatinnen waren Walentina Telitschkina und Natalja Saiko.

Der Film gilt heute als sehr beliebt. Er hatte insgesamt rund 84,4 Millionen Kinozuschauer und ist somit auf Platz zwei der meistgesehenen Filme der Sowjetunion. An erster Stelle steht “Piraten des 20. Jahrhunderts” (russ.: Пираты XX века). Als die Nachricht verkündet wurde, dass der Film für einen Oscar nominiert wurde, glaubte Menschow, es handle sich um einen Witz.

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