Polytechnique

Polytechnique (2009)

Ein junger Mann stürmt schwer bewaffnet die Technische Hochschule von Montreal. Er dringt in einen Seminarraum ein und trennt die fassungslosen Studenten nach ihrem Geschlecht. Während alle Männer den Saal verlassen müssen, bleiben die zu Tode verängstigten Frauen mit dem Amokschützen zurück. Es ist eine erbarmungslos kalte Szene – und da sie auf wahren Ereignissen beruht, ist ihr Ausgang kein Geheimnis: Viele Menschen sterben an diesem Tag. Dass diese Tragödie schon lange zurück liegt, nämlich Ende der 80er-Jahre geschah, mildert weder ihre Heftigkeit noch ihre Aktualität. Zu regelmäßig wiederholt sich dieser Wahnsinn, in den letzten Jahren auch in Deutschland.

Erscheinungsdatum
2009-02-06
TMDB
7.1 / 10 (725)
Laufzeit
1 Std. 17 Min.
Genres
Krimi, Drama, Thriller
Regie
Denis Villeneuve

Besetzung

Wissenswertes

  • Budget: 6 Mio. $
  • Basiert auf: Amoklauf an der Polytechnischen Hochschule Montréal 1989
  • Gedreht in: Montreal
  • Auszeichnungen: 1 · Nominierungen: 0. Darunter: Academy of Canadian Cinema and Television Award for Best Motion Picture

Polytechnique [pɔlitɛknik] ist ein kanadischer Spielfilm von Denis Villeneuve aus dem Jahr 2009. Der Film thematisiert den Amoklauf an der Polytechnischen Hochschule Montréal 1989. Obwohl alle Figuren im Film bewusst fiktiv sind, wird der Tathergang vergleichsweise genau nachgestellt. Die Entscheidung, die Ereignisse zu verfilmen, wurde vor allem in der Provinz Québec sehr kontrovers diskutiert. Von der Kritik wurde der Film überwiegend positiv aufgenommen. Er wurde mit mehreren kanadischen Filmpreisen ausgezeichnet.

Produktion

Die Idee zur Verfilmung der Ereignisse geht auf Karine Vanasse zurück, die im Film die Figur der Valérie darstellt und außerdem Associate Producer von Polytechnique war. Zunächst suchte das Filmteam den Kontakt zur December 6 Foundation, einer später aufgelösten Vereinigung, die überwiegend aus den Familienmitgliedern der Opfer bestand, und holte deren Einverständnis für die filmische Umsetzung des Vorfalls ein.

Das Filmbudget lag bei 6 Millionen Kanadischen Dollar. Die staatlichen Filmförderungsagenturen Telefilm Canada und SODEC lehnten die Finanzierung des Films zunächst zweimal ab, bevor man nach Intervention des Produzenten Don Carmody im Jahr 2007 schließlich doch 3,1 Mio. Dollar zum Budget beisteuerte.

Der Großteil der Dreharbeiten erfolgte im Studio. Außendreharbeiten wurden an den Montrealer Hochschulen Cégep de Maisonneuve und Collège Ahuntsic durchgeführt.

Der Film wurde in Schwarzweiß gedreht, um das Blutvergießen für den Zuschauer nicht zu dramatisch zu gestalten. Der Film sollte laut Regisseur Villeneuve bei aller Brutalität noch seh- und verarbeitbar bleiben und den Zuschauer nicht abschrecken („I wanted to make a film that would be watchable, digestible, not a turnoff.“).

Es wurde simultan eine französisch- und eine englischsprachige Version produziert. Dafür lagen zwei unterschiedliche Drehbücher vor und alle Szenen mit Dialog wurden jeweils zweimal gefilmt. Wie Janine Marchessault feststellte, liegen also strenggenommen zwei verschiedene Filme vor.

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