Glückskinder (1936)
Journalist Gil Taylor muss für die New Yorker Zeitung "Morning Post" einen Bericht aus dem Schnellgericht schreiben. Verhandelt wird der Fall der jungen Ann Garden, die angeblich keinen festen Wohnsitz hat. Taylor behauptet, die attraktive Ann zu kennen. Resultat der gut gemeinten Lüge ist, dass die beiden kurzerhand vor Gericht verheiratet werden. Ann verschweigt ihre wahre Herkunft und verwickelt den gutmütigen Gil und seine Zeitungskollegen Frank und Stoddard in eine abenteuerliche Geschichte, bei der es zuletzt noch um die Entführung einer Millionenerbin geht.
- Erscheinungsdatum
- 1936-09-19
- TMDB
- 6.9 / 10 (10)
- Laufzeit
- 1 Std. 34 Min.
- Genres
- Liebesfilm, Komödie, Musik
- Regie
- Paul Martin
Besetzung
- Lilian Harvey — Ann Garden
- Willy Fritsch — Gil Taylor, Reporter
- Paul Kemp — Frank Black, Reporter
- Oskar Sima — Stoddard, Reporter
- Fred Goebel — Bill
- Erich Kestin — Hopkins
- Otto Stoeckel — Manning, Editor of the Morning Post
- Paul Bildt — Judge
- Albert Florath — Oil Tycoon Mr. Jackson
- Thomas Cziruchin — Brown, The Boxer
- Jac Diehl — Colleague at the Morning Post
- Arno Ebert — Visitor to the Metropolitan Opera
Wissenswertes
Glückskinder ist eine 1936 im Stil amerikanischer Screwball Comedies gedrehte, deutsche Filmkomödie mit dem Traumpaar des deutschen Films der 1930er Jahre, Lilian Harvey und Willy Fritsch, in den Hauptrollen. Regie führte Harveys damaliger Lebensgefährte Paul Martin. Der in New York City spielende Film erlebte seine Uraufführung am 18. September im Berliner Gloria-Palast.
Produktionsnotizen
Gedreht wurde Glückskinder vom 23. Mai bis Juli 1936 im UFA-Atelier Neubabelsberg.
In Deutschland erhielt er im September 1936 das Prädikat künstlerisch wertvoll.
Die Hauptaktiva dieses Films sind vor allem die Dialoge aus der Feder von Curt Goetz, die sich durch eine für das NS-Kino jener Jahre völlig unübliche Kessheit, Frische und Originalität auszeichnen, sowie die schwungvolle Musik Peter Kreuders. Sein Schlager Ich wollt', ich wär' ein Huhn, ein Foxtrott, entwickelte sich zu einem Gassenhauer. Den Text dazu lieferte Hans Fritz Beckmann.
Die Kostüme entwarf Manon Hahn, die Bauten schuf Erich Kettelhut.
Parallel zur deutschen Originalversion entstand eine französische Sprachfassung unter dem Titel Les gais lurons. Neben der Harvey, die auch ihren französischsprachigen Part übernahm, spielte, wie schon in den vergangenen Jahren, Henri Garat die Fritsch-Rolle. Mit diesem Film endete die zu Beginn des Tonfilmzeitalters 1930 begonnene Tradition, von deutschen Filmen französische Fassungen herzustellen.
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