Der große Sprung (1927)
Die Ziegenhirtin Gita lebt mit ihren sechs jüngeren Geschwistern in den Südtiroler Alpen. Es trifft sich, dass sie eine begnadete Bergsteigerin ist. Im Dorf hat sie viele Verehrer, unter ihnen den Hinterwäldler Toni, dem Gita aber nicht über den Weg traut. Unterdessen verschreibt sein Hausarzt dem Berliner Millionär Michael Treuherz eine Kur in den Bergen. In Gitas Dorf angekommen übt sich der Großstädter im Bergsteigen und Klettern, stellt sich dabei aber so ungeschickt an, dass er von der Ziegenhirtin aus dem Mühlbach gerettet werden muss. Auf der Stelle verliebt sich Treuherz in die junge Frau. Doch ein erstes Rendezvous scheitert. Vom Berliner Millionär enttäuscht, lobt sich Gita selbst als den Hauptpreis des jährlichen Skirennens aus. Treuherz hat nur noch eine Chance: Er muss dieses Rennen gewinnen. Gut, dass sein Diener Paul mit einigen patentreifen Erfindungen aufwarten kann.
- Erscheinungsdatum
- 1927-12-20
- TMDB
- 5.1 / 10 (8)
- Laufzeit
- 1 Std. 52 Min.
- Genres
- Komödie, Abenteuer, Drama
- Regie
- Arnold Fanck
Besetzung
- Leni Riefenstahl — Gita
- Luis Trenker — Toni
- Hans Schneeberger — Michael Treuherz
- Paul Graetz
- Leontine Sagan
Wissenswertes
Der große Sprung ist ein heiterer Ski- und Sportfilm mit dem Untertitel Eine unwahrscheinliche, aber bewegte Geschichte, den Arnold Fanck nach eigenem Drehbuch 1927 für die UFA realisierte. Das Szenenbild und die Bauten erstellte Erich Czerwonski. Die Photographie lag in den Händen von Sepp Allgeier, Hans Schneeberger, Albert Benitz, Richard Angst, Kurt Neubert und Charles Métain. Unter den Darstellern sind Leni Riefenstahl, Luis Trenker und der Berliner Kabarettist Paul Graetz. Der Tiroler Kameramann und Skiartist Hans Schneeberger spielte die Hauptrolle des Michael Treuherz.
Hintergrund
Die Dreharbeiten fanden von Mai 1927 bis November 1927 in den Dolomiten statt. Die Winter- und Skiszenen wurden im Arlberggebiet bei Stuben und Zürs aufgenommen. Die Produktionsleitung hatte Ernst Krieger. Der Berliner Filmprüfstelle lag Der große Sprung zur Zensur am 20. Dezember 1927 vor und wurde unter der Prüfnummer B.17658 für „jugendfrei“ erklärt. Auch nach einer weiteren Prüfung am 14.
Die Musik zu Der große Sprung komponierte Werner Richard Heymann, der wie auch Paul Graetz als Künstler jüdischer Herkunft nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 aus Deutschland emigrierte. Da seine Partituren verschollen sind, spielte Neil Brand anlässlich der Restaurierung des Films durch die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung 2005 eine neue Musik ein.
Oskar Kalbus wusste 1934 zu berichten: „Im Heiligen Berg hatte Leni Riefenstahl nur Ski laufen und tanzen müssen. Fanck traute ihr noch weit mehr zu. Er gab ihr eines Tages zur Lektüre ein neues Manuskript. Es war ein Filmlustspiel und hieß Der Große Sprung (1927). Leni Riefenstahl las es durch, zweimal, dreimal.
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