Der Bockerer

Der Bockerer (1981)

Erzählt wird mit Wiener Schmäh das Schicksal des Wiener Fleischhauers Karl Bockerer während der NS-Zeit in Österreich von 1938 bis 1945. Als prinzipiell unpolitischer Mensch steht er den Ereignissen nach dem Anschluss verständnislos gegenüber. Er weigert sich, den Führerkult mitzumachen und seine bisherigen Freunde (etwa den jüdischen Rechtsanwalt Rosenblatt oder den Sozialisten Hermann) zu verleugnen. Er muss miterleben, wie seine Frau von der Nazi-Propaganda fasziniert ist und sein Sohn Hans zum SA-Mann wird.

Erscheinungsdatum
1981-01-19
TMDB
7.7 / 10 (27)
Laufzeit
1 Std. 44 Min.
Genres
Drama, Historie
Regie
Franz Antel
Filmreihe
Der Bockerer-Filmreihe

Besetzung

Wissenswertes

  • Basiert auf: Der Bockerer
  • Auszeichnungen: 0 · Nominierungen: 1

Der Bockerer ist ein österreichisch-deutscher Spielfilm aus dem Jahr 1981 von Franz Antel, basierend auf dem 1948 im Thomas Sessler-Verlag verlegten Bühnenstück Der Bockerer von Ulrich Becher und Peter Preses. Erzählt wird mit Wiener Schmäh das Schicksal des Wiener Fleischhauers Karl Bockerer während der NS-Zeit von 1938 bis 1945. Als prinzipiell unpolitischer Mensch steht er den Ereignissen nach dem Anschluss verständnislos gegenüber. Karl Bockerer weigert sich, den Führerkult der NS-Zeit mitzumachen und seine bisherigen Freunde, etwa den jüdischen Rechtsanwalt Rosenblatt oder den Sozialisten Hermann, zu verleugnen.

Produktion

Franz Antel wurde zu seinem Film durch eine Aufführung des Stücks Der Bockerer im Volkstheater angeregt. Innerhalb von sechs Wochen hatte er die Finanzierung gesichert und sein Ensemble zusammengestellt. An der Produktion waren neben Franz Antel selbst die Neue Delta-Film Ges.m.b.H. in Wien (siehe dieser Filmfirma in Carl Szokoll#Nach dem Krieg), die TIT Filmproduktion GmbH in München und als Auftraggeber in die Bockerer-Film Ges.m.b.H.

Dem Nachspann des Films ist zu entnehmen: „Der Film entstand in Zusammenarbeit mit Prof.Steiner- / Dokumentationszentrum des Österr. Widerstandes / Historische Beratung: Carl Szokoll“. Für die Produktionsleitung zeichnete Kurt Kodal zuständig. Unterstützt und gefördert wurde der Film vom Bundesministerium für Unterricht und Kunst sowie vom Wiener Filmförderungsfonds, die Finanzierung erfolgte von einer Profinanz in Salzburg.

Es wurde am im Film erwähnten Handlungsort Garbergasse in Wien-Mariahilf gedreht. In einem Eckhaus richtete die Filmarchitektin Herta Pischinger einen Fleischerladen samt zugehöriger Wohnung ein. Ein in der Nähe liegendes Abbruchhaus diente ebenfalls als Filmkulisse.

Die Szene, in der Juden das Pflaster von Symbolen des Ständestaates säubern müssen, wurde in der Obkirchergasse im 19. Wiener Gemeindebezirk gedreht. Die Szene, in der Häftlinge auf Lastwagen zum Polizeigebäude transportiert werden, entstand beim Polizeigebäude Rossauer Lände.

Seine Premiere hatte der Film am 19. März 1981 im Wiener Apollo Kino.

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