Winter adé

Winter adé (1989)

Zwickau, die ehemalige Bergarbeiterstadt im Süden, ist Ausgangspunkt einer Reise nach dem Norden, ans Meer, einem Ort der Sehnsucht. Mit vierzig Jahren verläßt die Regisseurin noch einmal ihre Geburtsstadt und den Ort ihrer Kindheit, um auf dieser Reise zu erfahren, wie andere gelebt haben, wie sie leben möchten. In der Bahn, am Arbeitsplatz oder zu Hause begegnet sie Frauen und Mädchen verschiedener Generationen, aus unterschiedlichen sozialen Schichten und lernt ihre Lebensgeschichten kennen. Die Mädchen und Frauen äußern in den Gesprächen ihr Bedürfnis nach Freundlichkeit, Achtung, Toleranz, gleichberechtigtem Verhalten im privaten und gesellschaftlichen Miteinander.

Erscheinungsdatum
1989-02-03
TMDB
7.7 / 10 (6)
Laufzeit
1 Std. 56 Min.
Genres
Dokumentarfilm
Regie
Helke Misselwitz

Besetzung

Wissenswertes

Winter adé ist ein Dokumentarfilm von Helke Misselwitz mit dem Kameramann Thomas Plenert aus dem Jahr 1988. Er beschreibt ungewöhnlich offen die alltägliche Lebenssituation von Frauen in der DDR und gehört zu den wichtigsten DEFA-Dokumentarfilmen.

Produktion

Helke Misselwitz wurde 1985 vom DEFA-Studio für Dokumentarfilme vorgeschlagen, ihren ersten langen Dokumentarfilm zu drehen. Als sie davon ihrer Freundin Gudrun Plenert erzählte, schlug deren Mann Thomas Plenert sofort vor, der Film solle Winter adé heißen und er werde die Kamera übernehmen.

Die geplanten Interviews und zufälligen Begegnungen und Aufnahmen entstanden zwischen 1986 und 1988. Die eine Zugfahrt, die im Film suggeriert wird, war eine filmische Konstruktion, die aus mehreren Einzelteilen zusammengesetzt wurde. Helke Misselwitz war zu dieser Zeit Meisterschülerin bei dem bekannten Spielfilmregisseur Heiner Carow an der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg.

Der Film wurde aus filmästhetischen Gründen in Schwarzweiß gedreht, der Arbeitstitel war Eine Reise durch die DDR. Der Kameramann Thomas Plenert, dessen behutsame Art maßgeblich zum Erfolg beigetragen hat, arbeitete hier erstmals mit Helke Misselwitz zusammen, seine Frau Gudrun Plenert war am Drehbuch beteiligt, die Dramaturgie lag in den Händen von Bernd Burkhardt.

Bei der Abnahme des Films soll der Filmminister Horst Pehnert nach dem Ende der Vorführung nur kurz gesagt haben, dass der Film zu lang sei und dass er sich entschuldige, keine Frau zu sein, und dann den Raum verlassen haben.

Auf Wikipedia weiterlesen · Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0. Daten aus Wikidata.

Empfohlen