Auf Liebe und Tod (1983)
Vivement dimanche !
Die hübsche Sekretärin Barbara schmeißt des öfteren das Immobilienbüro allein, wenn ihr Chef, Julien Vercel, mal wieder lieber auf Entenjagd ist. Nur zu dumm, dass erst der Geliebte von Juliens Frau und dann die Gattin selbst tot aufgefunden werden. Weil Barbara aber an Juliens Unschuld glaubt, nimmt sie beherzt die Ermittlungen selbst in die Hand.
- Erscheinungsdatum
- 1983-08-10
- TMDB
- 7.1 / 10 (229)
- Laufzeit
- 1 Std. 50 Min.
- Genres
- Komödie, Krimi, Mystery
- Regie
- François Truffaut
Besetzung
- Fanny Ardant — Barbara Becker
- Jean-Louis Trintignant — Julien Vercel
- Philippe Laudenbach — Maître Clément
- Jean-Pierre Kalfon — Massoulier's brother (The Priest)
- Philippe Morier-Genoud — Supt. Santelli
- Caroline Silhol — Marie-Christine Vercel
- Xavier Saint-Macary — Bertrand Fabre
- Jean-Louis Richard — Louison
- Anik Belaubre — Paule Delbecq
- Pascale Pellegrin — Secretarial Candidate
- Nicole Félix — The Scarfaced Whore
- Yann Dedet — Angel Face
Wissenswertes
- Gedreht in: Hyères
- Auszeichnungen: 0 · Nominierungen: 1
Auf Liebe und Tod ist ein französischer Kriminalfilm mit Fanny Ardant und Jean-Louis Trintignant aus dem Jahr 1983 und der letzte Spielfilm des französischen Regisseurs François Truffaut. Der Film entstand nach dem Roman The Long Saturday Night von Charles Williams.
Hintergrund
Auf Liebe und Tod war nach Die Frau nebenan (1981) der zweite gemeinsame Film von François Truffaut und seiner letzten Muse und Lebensgefährtin Fanny Ardant. Bei dem Sichten von Mustern für Die Frau nebenan entstand die Idee für diesen Film. Fanny Ardant im Trenchcoat erinnerte Truffaut an die Schwarze Serie und so suchte der Regisseur nach einem Stoff mit einer starken Frauenfigur.
Auf Liebe und Tod wurde von Truffaut daraufhin bewusst in Schwarzweiß als Hommage an Hollywoods Films noirs der 1940er Jahre inszeniert. Er kehrte dabei das Grundmuster der Schwarzen Serie um, indem die vermeintlich untergeordnete Frau hier die Rolle des Detektivs übernimmt, während der Mann hilflos und handlungsunfähig bleibt. Zudem zollt Truffaut mit Filmmotiven Tribut an seine Vorbilder Alfred Hitchcock und Stanley Kubrick.
Truffaut zitiert sich zudem auch selbst. Ähnlich wie Julien Vercel muss sich auch Lucas Steiner in Die letzte Metro (1980) in einem Keller verstecken. Schöne Frauenbeine, wie sie Vercel durch das Kellerfenster fasziniert beobachtet, sind der Figur des Bertrand Morane in Truffauts Der Mann, der die Frauen liebte (1977) zum Verhängnis geworden.
Der Film, der am 5. August 1983 auf dem Locarno Film Festival seine Premiere feierte, war Truffauts letztes Werk. Der Regisseur starb 1984 im Alter von 52 Jahren an einem Gehirntumor. In Deutschland wurde Auf Liebe und Tod erstmals am 27. Januar 1984 in den Kinos gezeigt. Als Teil der François Truffaut Collection 3 erschien der Film 2007 auch auf DVD.
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