Ehe im Schatten

Ehe im Schatten (1947)

Das Schicksal des bekannten Bühnen- und Filmschauspielers Joachim Gottschalk: Seine Frau war Jüdin. Die Nazis verlangten von ihm die Scheidung. In dieser ausweglosen Lage wählten beide für sich und ihren Sohn den Freitod. Der Film variiert diese wahre Geschichte und konfrontiert die deutschen Zuschauer erstmals nach dem Krieg mit dem Thema Antisemitismus.

Erscheinungsdatum
1947-10-03
TMDB
7.2 / 10 (6)
Laufzeit
1 Std. 40 Min.
Genres
Drama
Regie
Kurt Maetzig

Besetzung

Wissenswertes

Ehe im Schatten ist ein deutsches Filmdrama von Kurt Maetzig aus dem Jahr 1947.

Hintergrund

Ehe im Schatten basiert auf dem Schicksal des Schauspielerehepaars Joachim Gottschalk und Meta Wolff. Als Vorlage für das Drehbuch diente die lange unveröffentlichte Novelle Es wird schon nicht so schlimm von Hans Schweikart. Kurt Maetzig drehte den Film auch im Gedenken an seine Mutter, die am 9. Februar 1944 als Jüdin in den Freitod ging.

Gedreht wurde der Film im Atelier Berlin-Johannisthal sowie in Berlin und Umgebung. Kurt Herlth, Otto Erdmann und Franz F. Fürst schufen die Filmbauten, Georg Kiaup übernahm die Produktionsleitung.

Es ist der einzige DEFA-Film, der in allen vier Berliner Sektoren gleichzeitig Premiere hatte, nämlich am 3. Oktober 1947. Im sowjetischen Sektor fand die Aufführung im Filmtheater am Friedrichshain, im amerikanischen Sektor im Cosima-Filmtheater in Friedenau, im britischen Sektor in der Kurbel in Charlottenburg und im französischen Sektor im Prinzenpalast in Gesundbrunnen statt.

Bertolt Brecht, dem der Film von Maetzig vorgeführt wurde, soll diesen sehr negativ aufgenommen und als Kitsch bezeichnet haben. Maetzig distanzierte sich später selbst vom gefühlsbetonten Agieren seiner Hauptdarsteller.

Bei der Premiere des Films in Hamburg kam es zum Eklat: Unter die Premierengäste hatten sich der Regisseur Veit Harlan und dessen Ehefrau Kristina Söderbaum gemischt. Viele Kinobesucher, darunter einige Naziopfer, empfanden dies als Provokation. Beide wurden schließlich von dem Produzenten Walter Koppel, der fünf Jahre im KZ verbracht hatte, und vom Kinobetreiber Heinz Heisig aufgefordert, den Saal zu verlassen.

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