Opfer

Opfer (1986)

Offret

Alexander, ein Intellektueller und ehemaliger Shakespeare-Darsteller hat sich in die Einsamkeit zurückgezogen. Bei der Feier seines 50. Geburtstags wird er mitsamt seinen Gästen von den dramatischen Anzeichen eines Atomkriegs heimgesucht. Um den offensichtlich drohenden "Untergang der Welt" abzuwenden, bietet er sich in höchster Angst als Opfer an und gelobt, sich von Haus und Familie für immer zu trennen.

Erscheinungsdatum
1986-05-09
TMDB
7.7 / 10 (646)
Laufzeit
2 Std. 29 Min.
Genres
Drama
Regie
Andrei Tarkowski

Besetzung

Wissenswertes

  • Auszeichnungen: 3 · Nominierungen: 1. Darunter: Internationale Filmfestspiele von Cannes/Großer Preis der Jury; Greta; Guldbagge/Bester Film

Opfer ist ein Filmdrama des Regisseurs Andrei Tarkowski aus dem Jahr 1986, der als Koproduktion von Schweden, Großbritannien und Frankreich entstand. Die Uraufführung fand bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes am 9. Mai 1986 statt, knapp zwei Wochen nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl und kaum acht Monate vor dem Tod des Regisseurs. Deutsche Premiere war am 8. Januar 1987.

Hintergrund

Die Außenaufnahmen entstanden auf der schwedischen Insel Gotland. Das Haus, das Alexander im Film anzündet, musste während der Dreharbeiten neu errichtet und ein zweites Mal abgebrannt werden. Ein Kameradefekt führte zum Verlust wesentlicher Teile dieser Plansequenz beim ersten Dreh. Tarkowski bestand darauf, die elementare Szene nicht aus dem wenigen Material zusammenzuschneiden, das bis dahin vom ersten Brand existierte.

Vor- und Abspann werden musikalisch von dem „Erbarme Dich“ aus der Matthäuspassion (BWV 244, entstanden 1727 oder 1729) von Johann Sebastian Bach (Wolfgang Gönnenwein/Julia Hamari) begleitet. Im Vorspann verweilt die Kamera über dem frühen unvollendeten Werk Leonardo da Vincis Anbetung der Könige aus dem Morgenland (ab 1481). Die Gesangstechnik, die im Film von einer weiblichen Stimme ab und zu zu hören ist, nennt sich Kulning.

Opfer wurde der letzte Film von Andrei Tarkowski, der am 29. Dezember 1986 starb. Er widmete ihn seinem Sohn „mit Hoffnung und Vertrauen“. Hauptdarsteller Erland Josephson verarbeitete die Dreharbeiten mit Tarkowski in dem Hörspiel Eine Nacht im schwedischen Sommer.

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