Das neunte Herz

Das neunte Herz (1979)

Deváté srdce

Es war einmal eine wunderschöne Prinzessin, die plötzlich bei Tage sehr geistesabwesend war und jede Nacht spurlos verschwand. Bereits acht junge Burschen waren von der Nachtwache bei ihr nicht mehr zurückgekehrt. Als der Student Martin der Prinzessin des Nachts durch eine geheime Tür folgte, gelangte er in das düstere Reich des Zauberers Aldobrandini, der sich mit Hilfe eines Elixiers jahrhundertelang am Leben erhielt. Doch zur Herstellung dieses Elixiers benötigte er noch eins, das neunte Herz...

Erscheinungsdatum
1979-04-13
TMDB
6.5 / 10 (16)
Laufzeit
1 Std. 30 Min.
Genres
Fantasy, Horror
Regie
Juraj Herz

Besetzung

Wissenswertes

  • Gedreht in: Dómské náměstí, Schloss Mnichovo Hradiště, Kosmonosy Castle, Schloss Ploskovice, Mnichovská průrva und Schloss Troja

Das neunte Herz ist ein hoffmannesker Märchenfilm aus der ČSSR. Premiere hatte der Film 1978 in Prag. Die deutsch synchronisierte Fassung war erstmals zu sehen in den Kinos der DDR am 7. März 1980 und im DDR-Fernsehen auf DFF 1 am 6. Juni 1981. Bekannt ist der Film auch in Frankreich unter dem Titel Le neuvième cœur, in Italien unter dem Titel Il nono cuore und im englischsprachigen Raum unter dem Titel The Ninth Heart.

Hintergrund

Das verfilmte Märchen stammt von dem tschechischen Dichter Josef Hanzlík, das bisher nicht ins Deutsche übertragen wurde. Die Märchenatmosphäre ist im Wesentlichen inspiriert von den Erzählungen E. T. A. Hoffmanns; insbesondere Der goldne Topf und Das steinerne Herz.

Julie Jurištová, die Darstellerin der hochmütigen Prinzessin Adriena, ist aus Märchenfilmen bekannt, z. B. als Schneeweißchen in Schneeweißchen und Rosenrot. Ondřej Pavelka – hier der Student Martin – spielte in dem Märchenfilm Der Zauber des schönen Mädchens. Auch die schöne Puppenspielerin Anna Mal’hova spielte in weiteren tschechischen Märchenfilmen.

Die Filmmusik wirkt wie eine alchemistische Synthese aller melancholischen Aspekte mozartscher Musik: Ohne wörtlich zu zitieren, nimmt Petr Hapka Bezug auf den Anfang von Mozarts Requiem, auf die c-Moll-Messe, die Prager Symphonie und die abgründigen Tonfolgen aus Don Giovanni. Die surrealen Traum-Wanderungen im Film untermalt wiederum eine monotone Melodie, die an den ersten Satz aus Sibelius’ Violinkonzert Op. 47 in d-Moll erinnert.

Die deutsche Synchronbearbeitung entstand im DEFA-Studio für Synchronisation in Leipzig. Den Dialog der deutschen Fassung schrieb Werner Klunder, Regie führte Johannes Knittel, den Schnitt übernahm Edith Weiler-Jahnig und den Ton Ralph Kollowa.

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