Geraubte Küsse (1968)
Baisers volés
Antoine Doinel wird unehrenhaft entlassen aus dem Militärdienst und ist nun auf sich allein gestellt. Als er seine Jugendliebe und Freundin Christine besuchen will, muss er zwar zunächst feststellen, dass sie momentan verreist ist, andererseits verschafft ihm deren Vater eine Anstellung als Portier. Diesen Job im Hotel verliert Antoine aber rasch wieder durch einen Privatdetektiv, der für die Lösung eines Auftrags die Unerfahrenheit des neuen Portiers zu nutzen weiß.
- Erscheinungsdatum
- 1968-09-04
- TMDB
- 7.3 / 10 (478)
- Laufzeit
- 1 Std. 36 Min.
- Genres
- Komödie, Drama, Liebesfilm
- Regie
- François Truffaut
- Filmreihe
- Antoine-Doinel-Zyklus
Besetzung
- Jean-Pierre Léaud — Antoine Doinel
- Claude Jade — Christine Darbon
- Delphine Seyrig — Fabienne Tabard
- Michael Lonsdale — Georges Tabard
- Daniel Ceccaldi — Lucien Darbon
- Claire Duhamel — Madame Darbon
- Harry-Max — Monsieur Henri
- André Falcon — Monsieur Blady
- Catherine Lutz — Catherine
- Martine Ferrière — Vendeuse en chef du magasin de chaussures
- Serge Rousseau — Un gars qui suit Christine
- Paul Pavel — Julien
Wissenswertes
- Gedreht in: Paris
- Auszeichnungen: 1 · Nominierungen: 2. Darunter: Louis-Delluc-Preis
Geraubte Küsse ist ein französischer Film von François Truffaut aus dem Jahr 1968 mit Jean-Pierre Léaud und Claude Jade in den Hauptrollen.
Hintergrund
Der Film Geraubte Küsse ist Teil des Antoine-Doinel-Zyklus. Begonnen wurde dieser mit dem Kinofilm Sie küßten und sie schlugen ihn. Ein Segment des Films Liebe mit zwanzig (Antoine und Colette) erzählt die Geschichte des Protagonisten weiter. Nach Geraubte Küsse traten die von Jean-Pierre Léaud (Antoine) und Claude Jade (Christine) gespielten Figuren in Tisch und Bett und letztmals in Liebe auf der Flucht auf.
Der Film ist Henri Langlois, dem Leiter der Cinémathèque française gewidmet. Langlois wurde während der Dreharbeiten durch den französischen Kulturminister André Malraux seines Amtes enthoben, was zu heftigen Protesten führte, an denen sich Truffaut maßgeblich beteiligte.
Der Titel Baisers volés ist einem Jazzstandard-Chanson von Charles Trenet, Que reste-t-il de nos amours?, entnommen, das zu Beginn und Ende des Films eingespielt wird.
Ein weiteres, literarisches, Zitat findet sich in der berühmt gewordenen Szene, in der Fabienne Tabard den von ihrer „Erscheinung“ verwirrten Antoine fragt, ob er Musik möge. Antoines Antwort „Oui, Monsieur“ hat ihre Quelle in einer vergleichbaren Situation, die Anatole France in seinen Jugenderinnerungen Le livre de mon ami beschrieben hat.
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