Das letzte U-Boot

Das letzte U-Boot (1993)

Das deutsche U-Boot U234 sticht mit Kurs auf Tokio unter dem Befehl von Kommandant Gerber in See. Das Boot soll geheime Pläne, neue Waffensysteme und vor allem Uranoxid, das die Japaner dringend für den Bau der Atombombe benötigen, nach Japan bringen. Zwei japanische Fregattenkapitäne begleiten den Transport. Ebenfalls an Bord befinden sich General Mellenberg, der zu den Verschwörern des 20. Juli zählt, sowie der fanatische Geschwaderrichter Beck, der bis zuletzt an den Endsieg glaubt. Als die Bestatzung von Hitlers Selbstmord und schließlich von der Kapitulation erfährt, kommt es zum offenen Konflikt. Ein britischer Zerstörer fordert ihre sofortige Aufgabe. Kommandant Gerber will einzig und allein seine Mannschaft retten. Aber Beck droht damit, die U234 in die Luft zu sprengen, wenn der Zerstörer nicht versenkt wird – obwohl das deutsche Boot bereits die weiße Fahne gehisst hat.

Erscheinungsdatum
1993-01-02
TMDB
5.7 / 10 (10)
Laufzeit
1 Std. 39 Min.
Genres
TV-Film, Drama, Kriegsfilm
Regie
Frank Beyer

Besetzung

Wissenswertes

Das letzte U-Boot ist ein vorwiegend deutscher Fernsehfilm, gedreht in englischer Sprache von Frank Beyer im Jahr 1993. Er basiert lose auf der Fahrt des deutschen U-Boots U 234 mit dem Ziel Japan im Jahre 1945, die jedoch unterwegs von der deutschen Kapitulation in Frage gestellt wird.

Hintergrund

Als Vorlage für diesen Film dient eine wahre Begebenheit, die sich gegen Ende des Zweiten Weltkriegs ereignete. Das deutsche U-Boot U 234 vom Typ X sollte im März 1945 eine geheime Fracht, bestehend aus einem zerlegten Düsenflugzeug vom Typ Me 262, Bauplänen, Bauteilen einer V2-Rakete, Blaupausen der wichtigsten Waffenentwicklungen Deutschlands, Quecksilber und 560 Kilogramm Uranoxid, nach Japan bringen.

Der Bordfunker, Wolfgang Hirschfeld, hatte während dieser Fahrt trotz Verbots Tagebuchaufzeichnungen geführt und veröffentlichte auf dieser Basis 1982 und 1989 die Bücher „Das letzte Boot“ und „Feindfahrten“. Der Film nimmt in seinem Abspann allerdings keinen Bezug auf das fast gleichnamige Buch.

Fast alle dramatischen Verwicklungen des Films sind frei erfunden, lediglich der Suizid der japanischen Offiziere ist belegt. Der Kommandant von U 234, Kapitänleutnant Johann-Heinrich Fehler, entschied nach der Nachricht vom Kriegsende aus freien Stücken, die USA anzusteuern, um die britisch-kanadische Kriegsgefangenschaft zu vermeiden.

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