Levins Mühle

Levins Mühle (1980)

Es gärt im westpreußischen Dörfchen Neumühl, gelegen am Unterlauf der Weichsel. Dem Juden Levin ist des Nachts seine Wassermühle versenkt worden, er und seine Verlobte Marie sind gerade so davongekommen. Sofort verdächtig ist sein Konkurrent, der Müller Johann, der zur wohlhabenden deutschen Baptistengemeinde im Dorf gehört. Johann ist von fester kaisertreuer Gesinnung, und die Polen im Ort sind ihm schon lange ein Dorn im Auge.Als Levin, der mit der Mühle alles verloren hat, im Kreisgericht Briesen gegen Johann klagt, kippt die empfindliche Balance der Befindlichkeiten im Dorf, und bald kommt es zum offenen Streit zwischen Katholiken und Reformierten, Deutschen und Polen, Spießbürgern und Zigeunern ...

Erscheinungsdatum
1980-11-13
TMDB
9.0 / 10 (1)
Laufzeit
1 Std. 53 Min.
Genres
Drama
Regie
Horst Seemann

Besetzung

Wissenswertes

Levins Mühle ist ein deutsches Filmdrama von Horst Seemann aus dem Jahr 1980. Es ist eine Literaturverfilmung des 1964 erschienenen Romans Levins Mühle: 34 Sätze über meinen Großvater von Johannes Bobrowski.

Produktion

Bobrowskis Roman Levins Mühle: 34 Sätze über meinen Großvater galt als unverfilmbar. Horst Seemann, der bis dahin bereits Literaturverfilmungen wie Schüsse unterm Galgen (nach R. L. Stevenson) realisiert hatte, war nicht nur als Regisseur des Films tätig, sondern schrieb auch das Szenario. Dabei hielt er sich eng an die Literaturvorlage und übernahm Dialoge teilweise im Original.

Gedreht wurde der Film ab 1979. Die Kostüme schuf Inge Kistner, die Filmbauten stammen von Georg Wratsch. Die Uraufführung von Levins Mühle fand am 13. November 1980 im Berliner Kino International statt. Kinostart in der DDR war am folgenden Tag. Der Film wurde am 30. September 1982 auf S 3 erstmals im bundesdeutschen Fernsehen gezeigt und lief am 1. April 1983 auf DDR 1 erstmals im Fernsehen der DDR.

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