Walzerkrieg (1933)
Der angesehene Walzerkomponist Joseph Lanner hält nicht viel von den modernen Ideen seines ersten Geigers Joseph Strauß, der den Walzer revolutionieren möchte. Zwischen den Musikern entbrennt ein ausgewachsener Konkurrenzkampf, als Strauß beschließt, sein eigenes Orchester zu gründen. In diese Kontroverse platzt der britische Hofballmusikdirektor, der von Königin Viktoria gesandt wurde, um mehr über den als gewagt geltenden Musikstil herauszufinden.
- Erscheinungsdatum
- 1933-10-03
- TMDB
- 8.2 / 10 (4)
- Laufzeit
- 1 Std. 33 Min.
- Genres
- Komödie, Musik
- Regie
- Ludwig Berger
Besetzung
- Renate Müller — Kati Lanner
- Willy Fritsch — Pauker Gustl
- Adolf Wohlbrück — Johann Strauß
- Paul Hörbiger — Josef Lanner
- Theo Lingen — Sir Philipps
- Rosy Barsony — Ilonka, Tänzerin
- Hanna Waag — Königin Viktoria
- Heinz von Cleve — Prinzgemahl Albert
- Trude Brionne — Susi, Katis Freundin
- Karl Stepanek — Kellner Leopold
- Hugo Flink — Gastwirt
- Hansjörg Adolfi — Richter
Wissenswertes
Walzerkrieg ist ein prominent besetzter deutscher Spielfilm aus dem Jahre 1933. Unter der Regie von Ludwig Berger spielen Renate Müller, Willy Fritsch, Adolf Wohlbrück und Paul Hörbiger die Hauptrollen.
Hintergrund
Die Dreharbeiten fanden vom 6. Juni bis zum Juli 1933 in den Ufa-Ateliers Babelsberg und deren Freigeländen in Potsdam statt.
Seine Uraufführung erlebte Walzerkrieg am 4. Oktober 1933 in Berlins Ufa-Palast am Zoo.
Zeitgleich wurde von dem Film eine französische Version hergestellt. Als Co-Regisseur und Produzent fungierte Raoul Ploquin. Die Rolle von Willy Fritsch übernahm Fernand Gravey, den Part von Renate Müller spielte Janine Crispin. Die Erstaufführung unter dem Titel La guerre des valses erfolgte am 12. Dezember 1933 in Frankreich.
Der jüdische Regisseur Ludwig Berger durfte den Film im wenige Monate zuvor nationalsozialistisch gewordenen Deutschland nur deshalb noch drehen, weil er aus seinem Vertrag nicht mehr entlassen werden konnte. In einem Vorstandsprotokoll der Ufa vom 29. März 1933 heißt es bezüglich der „Weiterbeschäftigung von jüdischen Mitarbeitern und Angestellten“ zu Ludwig Berger: „h) Regisseur Dr. Berger.
Günther Stapenhorst übernahm bei Walzerkrieg auch die Herstellungsleitung, Eduard Kubat die Produktionsleitung. Aufnahmeleiter war Otto Lehmann. Für den Ton zeichnete Fritz Thiery verantwortlich, die Filmbauten stammen von Robert Herlth und Walter Röhrig. Günther Anders assistierte Chefkameramann Carl Hoffmann. Der Schweizer René Hubert entwarf die Kostüme.
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