Heiße Ernte (1956)
Jedes Jahr im Sommer kommen die Arbeiter und Arbeiterinnen zum Hopfenpflücken an den Bodensee. Es ist eine wahrhaftig heiße Ernte, denn die volle Hitze des Sommers liegt noch über dem Land. Unter den Arbeiterinnen ist auch Auschra, ein Flüchtlingsmädchen aus dem Memelland. Ihrem fremdartigen Reiz erliegt Konrad, der Erbe vom Stammer-Hof. Es ist der Anfang einer großen Liebe, die von beiden noch viel fordert. Auschra überfallen böse Ahnungen, als ihr ehemaliger Großknecht Stanislaus auf dem Hof auftaucht und angeblich ältere Rechte auf sie anmeldet. Als Auschra ihn abweist, verfolgt er sie mit Eifersucht und blindem Haß...
- Erscheinungsdatum
- 1956-11-23
- TMDB
- 10.0 / 10 (1)
- Laufzeit
- 1 Std. 32 Min.
- Genres
- Drama
- Regie
- Hans H. König
Besetzung
- Erik Schumann — Konrad Stammer
- Maria Sebaldt — Andrea
- Helmut Schmid — Stanislaus
- Hilde Körber — Mutter Stammer
- Ernst Fritz Fürbringer — Vater Hubert Scharfenberg
- Robert Freitag — Inspektor Schleinitz
- Franz Muxeneder — Sepp Nisch
- Michl Lang — Wenzel
- Wolfried Lier — Wirt vom Goldenen Schwan
- Walter Buschhoff — Oskar Blume
- Friedrich Domin — Vater Rudolf Stammer
- Hanna Rucker — Sybille Scharfenberg
Wissenswertes
Heiße Ernte ist ein deutscher Spielfilm von Hans H. König aus dem Jahr 1956. Der in Agfacolor gedrehte Film entstand im August 1956 und wurde am 23. November 1956 in Ravensburg im Theater am Frauentor uraufgeführt. Der spätere Verleihtitel lautete: Der Gutsherr und das Mädchen.
Hintergrund
Als Inspirationsquelle für die formale Gestaltung von Heiße Ernte diente offenbar der dem italienischen Neorealismus zuzuordnende Film Bitterer Reis von 1949. In dieser Hinsicht hebt sich das Werk deutlich von anderen Heimatfilm-Produktionen jener Zeit ab. Ansonsten bleibt er jedoch weitgehend den Konventionen des Genres verhaftet.
In der ursprünglichen Fassung des Filmes stirbt Auschra nach dem Sturz vom Dachboden in Konrads Armen. Mit diesem Ende, das auch in der Illustrierten Film-Bühne (Nr. 3540) beschrieben wird, war der Verleih jedoch nicht einverstanden. Er hielt den Tod der Heldin als für das Publikum nicht zumutbar und daher sollte ein neuer Schluss gedreht werden.
Als Drehort diente das Frühhopfenanbaugebiet um Tettnang (Bodenseekreis, histor. Oberschwaben) unweit des Bodensees. Im Film sind u. a. das Hotel Bären und das Torschloss in Tettnang zu sehen.
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