Morituri

Morituri (1948)

Die Flucht einer Gruppe Häftlinge eines Konzentrationslagers gelingt dank der Unterstützung eines polnischen Arztes . In einem Waldversteck harren die Verfolgten unterschiedlicher Nationalität aus, immer in der Hoffnung, nicht entdeckt zu werden. Aber die Front rückt näher und die Lebensmittel werden knapp. Da erscheinen polnische Flüchtlinge und mit ihnen gibt es neue Vorräte. Als der Arzt der Gruppe zur weiteren Flucht verhelfen will und eine Brücke sprengt, durchkämt bald darauf die SS das Waldstück. Sie kommen den Versteckten immer näher. Der Arzt wird entdeckt und erschossen. Unmittelbar vor der Entdeckung der anderen wendet sich das Schicksal...

Erscheinungsdatum
1948-09-24
TMDB
6.7 / 10 (3)
Laufzeit
1 Std. 28 Min.
Genres
Kriegsfilm, Drama
Regie
Eugen York

Besetzung

Wissenswertes

Morituri ist ein im Winter 1947/1948 gedrehter deutscher Spielfilm von Eugen York; in Österreich lief der Film unter dem Titel Freiwild. Er gilt – neben Kurt Maetzigs Ehe im Schatten (1947) und Herbert B. Fredersdorfs Lang ist der Weg (1948) – als einer der ersten deutschen Spielfilme, der sich mit dem Holocaust auseinandersetzte.

Produktion und Hintergründe

Morituri ist lateinisch, heißt „die Todgeweihten“, und erinnert an den angeblichen Gladiatorengruß Ave Caesar, morituri te salutant im antiken Rom.

Artur Brauner, der den Krieg im Untergrund überlebt hatte, gründete im Herbst 1946 die Firma CCC-Film, um Morituri zu produzieren. In Curt Riess’ Erinnerungsband Das gibt’s nur einmal heißt es dazu: „Um diesen Film auf die Beine zu stellen, muß Brauner eine Filmgesellschaft gründen, die Central Cinema Company, und dazu braucht er eine Lizenz. Er geht zu den Amerikanern. Die sagen nein. Er geht zu den Engländern, die sagen weder ja noch nein.

Auch nach dem Lizenzerhalt musste sich Brauner zahlreichen Problemen stellen, vor allem pekuniärer und organisatorischer Natur, aber auch solchen der Materialbeschaffung in einem von einem Krieg komplett verwüsteten Land. Da der Aufwand immens groß und die Finanzierung nicht gesichert war, konnte mit der Realisierung von Morituri erst nach der Herstellung und der im August 1947 erfolgten Aufführung der belanglosen Komödie Herzkönig, die Brauner d…

Die Dreharbeiten fanden von September 1947 bis Januar 1948 statt. Die Premiere war am 28. August 1948 im Rahmen der Filmfestspiele von Venedig. Die deutsche Erstaufführung fand am 24. September 1948 in Hamburg statt. Am 16. November 1948 wurde Morituri erstmals in Berlin gezeigt. Am 7. April 1991 lief der Film im ZDF und damit erstmals im deutschen Fernsehen.

Die Außenaufnahmen entstanden bei Schildow in der Mark Brandenburg, die Studioaufnahmen im CCC-Atelier in Berlin-Tempelhof. Der Film trägt autobiografische Züge des Produzenten Brauner. In Österreich lief Morituri 1949 unter dem Titel Freiwild.

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