Z (1969)
Anatomie eines politischen Mordes
Als die Opposition einen Friedensmarsch in einem diktatorisch regierten Land abhält, wird ihr führender Kopf, ein linksliberaler Politiker, überfahren und erliegt seinen Verletzungen. Der Vorfall scheint eine geplante Abrechnung des Regimes mit seinen Gegnern zu sein. Um die Tötung zu vertuschen und als Unfall darzustellen, wird ein junger Untersuchungsrichter beauftragt, die von offizieller Seite herausgegebene Version der Geschehnisse zu bestätigen. Doch dieser macht sich trotz seiner politischen Konformität mit einer peniblen Arbeitsmoral daran, im Sumpf eines übermächtigen Politikapparates die Wahrheit ans Licht zu bringen.
- Erscheinungsdatum
- 1969-02-26
- TMDB
- 7.8 / 10 (666)
- Laufzeit
- 2 Std. 7 Min.
- Genres
- Thriller, Krimi, Drama
- Regie
- Costa-Gavras
Besetzung
- Yves Montand — Z
- Ειρήνη Παππά — Hélène
- Jean-Louis Trintignant — Examining Magistrate
- Jacques Perrin — Photojournalist
- Charles Denner — Manuel
- François Périer — Public Prosecutor
- Bernard Fresson — Matt
- Pierre Dux — Gendarmerie General Missou
- Georges Géret — Nick
- Magali Noël — Nick's Sister
- Marcel Bozzuffi — Vago
- Julien Guiomar — Gendarmerie Colonel
Wissenswertes
- Einspielergebnis: 17,3 Mio. $
- Basiert auf: Z
- Gedreht in: Algier
- Auszeichnungen: 2 · Nominierungen: 6. Darunter: Oscar für den besten Schnitt; Oscar für den besten fremdsprachigen Film
Z ist ein französisch-algerischer Spielfilm nach Vassilis Vassilikos’ gleichnamigem Tatsachenroman. Constantin Costa-Gavras inszenierte vor dem Hintergrund der griechischen Militärdiktatur. Der Film hatte am 26. Februar 1969 in Frankreich Weltpremiere und gilt als genrebildender Klassiker des politisch engagierten Kinos.
Hintergrund
Im Vorspann des Films heißt es: „Übereinstimmung mit Personen und wahren Ereignissen ist gewollt“; dargestellt wird ganz offensichtlich die Situation in Griechenland kurz vor dem Beginn der Militärdiktatur 1967.
Vassilis Vassilikos’ Tatsachenroman „Z“ schildert den Mord am linken Oppositionspolitiker Grigoris Lambrakis in Thessaloniki (Griechenland) am 22. Mai 1963 und dem folgenden Prozess, der sich bis 1966 hinzog. Die Ereignisse gingen als „Lambrakis-Affäre“ in die Geschichte ein.
Der unerschrockene Ermittlungsrichter, Christos Sartzetakis, wurde später griechischer Staatspräsident (1985–1990).
Als sich Constantin Costa-Gavras, bewegt von dem menschlichen und politischen Skandal in seinem Heimatland, an die Arbeit zu seinem Film machte, wollte aus Angst zunächst niemand dieses gewagte Projekt unterstützen. Schließlich gründeten Eric Schlumberger und Jacques Perrin für die Finanzierung des Films außerhalb Griechenlands eine eigene Produktionsfirma.
Der Film konnte nicht in Griechenland gedreht werden, die Dreharbeiten fanden in Algier statt.
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