Anflug Alpha 1 (1971)
Erlebnisse und Probleme einer Fliegerstaffel: Kommandeur Milan hat die Altersgrenze für Piloten erreicht und muss sich damit abfinden, fortan auf die Fliegerei verzichten zu müssen. Leutnant Lenz verliert bei einem Flug die Gewalt über die Maschine und verletzt sich bei der Rettung mit dem Fallschirm schwer, schlimmstenfalls bleibt er gelähmt. Er möchte seine Freundin Anka nicht an sich binden, doch sie hält zu ihm. Der junge Kullas kommt für Lenz in die Staffel. Der Unfall seines Vorgängers lässt Angst in ihm aufkommen, und er versucht herauszufinden, was Mut für ihn bedeutet. Oberleutnant Herzog liebt die Lehrerin Sigrid. Sie erwidert seine Liebe, aber es fällt ihr schwer, sich noch einmal für einen »Helden« zu entscheiden. Denn zwei Jahre zuvor ist ihr Mann beim Entschärfen einer Bombe umgekommen. Herzog will aber seinen Beruf nicht aufgeben. Der fünfte, Hauptmann Wendland, ist Parteisekretär. Er nimmt die Fliegerei ebenso ernst wie die Sorge um seine Kameraden.
- Erscheinungsdatum
- 1971-06-24
- TMDB
- 9.0 / 10 (1)
- Laufzeit
- 1 Std. 34 Min.
- Genres
- Drama, Liebesfilm
- Regie
- János Veiczi
Besetzung
- Alfred Müller — Major Thomas Milan
- Stefan Lisewski — Hauptmann Helmut Wendland
- Klaus-Peter Thiele — Leutnant Dieter Lenz
- Ingolf Gorges — Unterleutnant Jochen Kullas
- Peter Aust — Oberleutnant Roland Herzog
- Monika Gabriel — Sigrid Sebald, Lehrerin
- Regina Beyer — Anka Eisenfeld, Studentin
- Horst Schön — General Georg Brembach
- Michail Alexandrowitsch Uljanow — General Igor Arkatow
- Jürgen Frohriep — Oberstleutnant Riedel, Kommandeur des Jagdgeschwaders
- Werner Lierck — Staffelkommandeur Schrade
- Helmut Müller-Lankow — Kullas senior
Wissenswertes
Anflug Alpha 1 ist ein deutscher Spielfilm der DEFA von János Veiczi aus dem Jahr 1971. Wie sein Pendant Hart am Wind diente er der Werbung für die Nationale Volksarmee und entstand in enger Kooperation mit den Luftstreitkräften der NVA. Der Untertitel lautet: „Ein Film über Mut, Liebe und Bewährung“.
Produktion
Anflug Alpha 1 war ein außergewöhnlich teurer Film, der ein Budget von gut vier Millionen Mark hatte. Damit überschritt er den Durchschnitt der DEFA-Filmproduktionen um etwa ein bis zwei Millionen Mark. Die Idee zum Film kam nicht von der NVA, sondern aus dem Bereich der Gruppe Babelsberg. Ebenso wurde er nicht im offiziellen Parteiauftrag gedreht. Die ersten Ideen wurden im Februar 1968 gesammelt.
Der Film verfolgte das Ziel, „die Wehrbereitschaft junger Menschen zu fördern“, und vermittelte eine „unterschwellige… Werbung für die sozialistischen Luftstreitkräfte“. Anflug Alpha 1 ist die einzige Spielfilmproduktion der DEFA, bei der der Gegner in Gestalt der NATO konkret auftritt.
In der Literatur wird vor allem die Darstellung der NVA, der Illusionen beim Flug und der Flugmedizinischen Untersuchung als „äußerst realistisch“ bezeichnet, zumal im Institut für Flugmedizin in Königsbrück die echten Ärzte und Schwestern auftraten. Auch die Tätigkeit des Parteigruppenorganisators und das Verhältnis von Vorgesetzten und Untergebenen wird als zutreffend eingestuft.
Vor und während der Dreharbeiten kam es zu Koordinierungsschwierigkeiten, unerfüllbaren Forderungen und Geheimhaltungsproblemen, vor allem auf den sowjetischen Feldflugplätzen. Durch die diversen Verzögerungen konnte der Film nicht, wie ursprünglich geplant, zum 15. Jahrestag der NVA am 1. März 1971 in die Kinos kommen. Die Filmpremiere fand schließlich am 25. Juni 1971 in Frankfurt (Oder) auf der Erich-Weinert-Freilichtbühne statt.
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