Dillinger

Dillinger (1945)

The life of American public enemy number one who was shot by the police in 1934.

Erscheinungsdatum
1945-04-25
TMDB
5.9 / 10 (36)
Laufzeit
1 Std. 10 Min.
Genres
Drama, Action, Thriller, Krimi
Regie
Max Nosseck

Besetzung

Wissenswertes

  • Einspielergebnis: 4 Mio. $
  • Budget: 193.000 $
  • Spielte das 20,7-Fache des Budgets ein
  • Auszeichnungen: 0 · Nominierungen: 1

Jagd auf Dillinger ist ein US-amerikanischer Gangsterfilm aus dem Jahr 1945. Unter der Regie von Max Nosseck verkörpert Lawrence Tierney John Dillinger, die erste Person, die vom FBI als „Staatsfeind Nr. 1“ bezeichnet wurde. Dillinger und seine Bande waren auf Bankraub spezialisiert. Anne Jeffreys und Edmund Lowe spielen die weiteren Hauptrollen in dieser autobiographischen Geschichte.

Produktion

Die Dreharbeiten fanden unter anderem vom 10. Oktober bis Ende Oktober 1944 in Big Bear Lake in Kalifornien in den USA statt. In den USA hatte der Film am 2. März 1945 Premiere, am 5. Juli 1947 kam er erneut in die Kinos. In der Bundesrepublik Deutschland konnte man Jagd auf Dillinger erstmals am 13. Oktober 1950 im Kino sehen, in Österreich im Januar 1951.

Die Rolle des Gangsters Dillinger war Lawrence Tierneys erste Hauptrolle in einem Film und blieb auch diejenige Rolle mit der sein Name am meisten verbunden wurde, obwohl er während seiner Filmkarriere weitere sadistische Kriminelle verkörperte. Bei einer Banküberfall-Sequenz wurden einige Filmmeter aus Fritz Langs Film Gehetzt (You Only Live Once) verwendet.

Trotz (oder gerade wegen) des anfänglichen Trubels um den Film, war Jagd auf Dillinger ein gutes Geschäft für Monogram Pictures und brachte mehr als 4 Mio. US-Dollar an den Kinokassen ein. Philip Yordan wurde 1946 für den Academy Award für das Beste Originaldrehbuch nominiert und startete seine Karriere mit diesem Gangster-Epos. Auch Lawrence Tierneys Karriere nahm Fahrt auf, auch wenn ihm in der Folge oft Rollen als Soziopath angeboten wurden.

Der Arbeitsausschuss der FSK sah den Film im Oktober 1950 und beriet sich anschließend mit Gutachtern der Kriminalpolizei. Diese hielten den Film für geeignet, eine negative Wirkung hervorzurufen. Die Vertreter der Filmwirtschaft zeigten sich deshalb bereit, alle Stellen zu entfernen, die Dillinger als zu sympathisch zeigten, so dass er dann nur noch kaltherzige Brutalität ausstrahle, was auf den normalen Besucher eindeutig abschreckend wirke.

Trotz dieser Einschränkungen berichtete der Evangelische Filmbeobachter unter dem Titel Der Fall Dillinger (1951/2, S. 16), dass der 20-jährige Wolfgang K. und der 29-jährige Wilhelm L. ihren gescheiterten bewaffneten Raubüberfall auf einen Geldtransport der Bundespost geplant hatten, nachdem sie sich im Kino den Film Jagd auf Dillinger angesehen hatten.

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