Erbe des Henkers

Erbe des Henkers (1948)

Moonrise

Der Sohn eines gehenkten Mörders wird durch Kindheitstraumata und ständige Demütigungen zum Totschläger aus Notwehr. Melodramatischer Kriminalfilm um Gewissensnot, soziale Verhältnisse und Furcht vor erblicher Belastung.

Erscheinungsdatum
1948-10-01
TMDB
6.4 / 10 (80)
Laufzeit
1 Std. 30 Min.
Genres
Drama
Regie
Frank Borzage

Besetzung

Wissenswertes

  • Auszeichnungen: 0 · Nominierungen: 1

Erbe des Henkers ist ein in Schwarzweiß gedrehter US-amerikanischer Film noir unter der Regie von Frank Borzage. Dane Clark und Gail Russell spielen die Hauptrollen in dieser Kriminalgeschichte nach Theodore Strauss’ Roman Moonrise. Der Film war bei seiner Veröffentlichung sowohl kommerziell als auch unter Kritikern ein Misserfolg, hat allerdings in den vergangenen Jahrzehnten zunehmend an Renommee gewonnen.

Hintergrund

Theodore Strauss’ Geschichte erschien erstmals, bevor sie in Buchform veröffentlicht wurde, in den Monaten August und September 1946 in der Cosmopolitan. Am 6. November 1946 berichtete die Los Angeles Times, dass Garson Kanin vorhatte, die Geschichte für eine Verfilmung mit John Garfield zu kaufen und dass es ein weiteres Angebot von John Farrow gab, der einen Film mit Alan Ladd produzieren wollte.

Unter den Filmen, die Frank Borzage im späteren Abschnitt seiner Karriere gedreht hatte, wird Moonrise von einigen Kinoexperten als Borzages spätes Meisterwerk betrachtet. Der Film hebe sich von jedem anderen amerikanischen Film in den 1940er-Jahren ab und sei in Ton und Stimmung dem poetischen Realismus im französischen Kino der 1930er-Jahre näher, wie zum Beispiel Julien Duviviers Pépé le Moko (1937) oder Marcel Carnés Hafen im Nebel (1938).

Für Borzage war dieser Film ein Wendepunkt in seiner Karriere, er entfremdete sich von Hollywood und kämpfte gegen ein Alkoholproblem an. Erst 1955 begann er wieder zu arbeiten, erst einmal fürs Fernsehen, drehte dann aber auch drei weitere Filme, bevor er 1962 starb. Heute genießt Moonrise aufgrund seiner häufig auf Revival-Festivals vorgenommenen Wiederaufführung einen guten Ruf. Das Publikum weiß die Vorzüge des Films zu schätzen.

Auf Wikipedia weiterlesen · Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0. Daten aus Wikidata.

Empfohlen