Maibowle

Maibowle (1959)

Wilhelm Lehmann, Meister eines Chemiebetriebes, feiert seinen 65. Geburtstag. Seine Frau Auguste bereitet die Tafel vor, denn alle Mitglieder der großen Familie werden erwartet. Im Betrieb werden die Vorbereitungen für die Auszeichnung Wilhelms mit dem "Banner der Arbeit" getroffen. Für die Maibowle aber sind wie jedes Jahr die Söhne zuständig. Sohn Franz stellt alles bereit und hofft, die aus allen Richtungen anreisenden Brüder werden ihren Beitrag schon leisten. Er selbst muss zur LPG-Sitzung. Doch statt der Familienmitglieder flattern Telegramme mit Absagen ins Haus. Jeder ist aus dringenden beruflichen Gründen unabkömmlich. Die Maibowle wie der Familientreff scheinen ins Wasser zu fallen. Als der Auszeichnungsakt Wilhelms plötzlich auf dem Fernsehbildschirm erscheint, haben sich alle aber längst besonnen und treffen - stolz auf ihren Vater - in dessen Städtchen ein.

Erscheinungsdatum
1959-12-04
TMDB
8.0 / 10 (1)
Laufzeit
1 Std. 30 Min.
Genres
Drama, Komödie
Regie
Günter Reisch

Besetzung

Wissenswertes

Maibowle ist ein deutscher Spielfilm der DEFA von Günter Reisch aus dem Jahr 1959. Der Film war Bestandteil einer DEFA-Filmstaffel zum 10. Jahrestag der DDR. Im Jahr 1960 entstand mit Silvesterpunsch eine Fortsetzung.

Produktion

Maibowle erlebte am 5. Oktober 1959 im Berliner Kino Babylon seine Premiere und lief am 4. Dezember 1959 in den Kinos der DDR an. Im November 2010 erschien der Film erstmals auf DVD.

Die Musik des Films stammt von Helmut Nier, die Liedertexte von Paul Wiens. Es spielen das DEFA-Sinfonieorchester und die Dresdner Tanzsinfoniker.

Das Drehbuch des Films entstand „als Verpflichtung zum V. Parteitag der SED“ und wurde anlässlich des 10. Jahrestags der DDR aufgeführt. Obwohl der Film unter anderem das Chemieprogramm der DDR bewirbt, wurde er bei der staatlichen Abnahme für einige karikaturistisch verzerrt dargestellte Charaktere, darunter den betrunkenen Postboten und den unkonventionellen Staatssekretär, kritisiert.

Drehort war vor allem Schkopau (Kombinat VEB Chemische Werke Buna und dessen Kulturhaus), zudem Berlin (Stalinallee und Haus der Ministerien) sowie in Milkau (Erlau) die dortige Polytechnische Oberschule.

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