Alraune

Alraune (1930)

Mit seiner Tonfilm-Version gelingt Oswald und seinen Autoren damit die grundsätzliche Neuprofilierung eines Stoffes, der bereits 1918 von Mihály Kertész und 1928 von Henrik Galeen verfilmt worden war. Im Unterschied zu den Stummfilm-Versionen interpretiert Oswald die Geschichte vom Wurzelwesen Alraune, das auf Betreiben eines gewissenlosen Wissenschaftlers aus der künstlichen Befruchtung einer Dirne mit dem Samen eines hingerichteten Mörders gezeugt wird, mit weit mehr Gespür für die Nuancen der psychologischen Verstrickung. Rationalen Wissenschafts- und irrationalen Aberglauben gegeneinander auszubalancieren, darin bestand für Oswald der Kern des dramaturgischen und inszenatorischen Kalküls.

Erscheinungsdatum
1930-03-02
TMDB
6.1 / 10 (9)
Laufzeit
1 Std. 43 Min.
Genres
Science Fiction, Horror
Regie
Richard Oswald

Besetzung

Wissenswertes

  • Basiert auf: Alraune. Die Geschichte eines lebenden Wesens

Alraune ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 1930 von Richard Oswald mit Brigitte Helm in einer Doppelrolle und Albert Bassermann als ihr gewissenloser Schöpfer. Es ist die erste Tonfilmfassung der 1911 erschienenen Schauergeschichte Alraune. Die Geschichte eines lebenden Wesens von Hanns Heinz Ewers.

Produktionsnotizen und Wissenswertes

Richard Oswalds von Ende September bis Ende Oktober 1930 im Ufa-Atelier in Neubabelsberg entstandene frühe Tonfilmversion lief am 2. Dezember 1930 im Berliner Gloria-Palast an.

Die Bauten wurden von Franz Schroedter, Hans Sohnle und Otto Erdmann entworfen und umgesetzt. Die musikalische Leitung hatte Felix Günther. Helmuth Schreiber war Aufnahmeleiter.

Die Faszination dieses Filmstoffs liegt in der Vorwegnahme der künstlichen Befruchtung.

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