Orlacs Hände (1924)
Der berühmte Pianist Orlac ist nach einer langen Konzerttournee gerade auf der Rückreise zu seiner Frau, als es zu einem schweren Zugunglück kommt. Orlac wird ernsthaft verletzt, und seine Frau bringt ihn in die nahegelegene Klinik des Dr. Vinberg, der konstatieren muss, Orlacs Hände vermutlich nicht retten zu können, weil sie zu sehr zerstört sind. Nach Absprache mit Orlacs Frau transplantiert er dem Pianisten die Hände eines Toten – leider die eines Serienkillers namens Vassar. Als Orlac davon erfährt, ist er trotz gut voranschreitender Heilung nicht erfreut. Im Gegenteil, er fühlt sich zunehmend verfolgt, hat schlechte Träume und entwickelt einen Widerwillen, scharfe Gegenstände zu berühren. Da er auf das Klavierspielen angewiesen ist, gerät Orlac bald in Zahlungsschwierigkeiten und sein nervlicher Zustand fällt immer mehr auseinander. Oder entwickeln die neuen Hände etwa ein unheimliches Eigenleben?
- Erscheinungsdatum
- 1924-09-24
- TMDB
- 6.9 / 10 (120)
- Laufzeit
- 1 Std. 38 Min.
- Genres
- Horror, Thriller, Mystery
- Regie
- Robert Wiene
Besetzung
- Conrad Veidt — Paul Orlac
- Alexandra Sorina — Yvonne Orlac
- Fritz Strassny — Vater Orlac
- Paul Askonas — Diener
- Carmen Cartellieri — Regine
- Hans Homma — Dr. Serral
- Fritz Kortner — Nera
Wissenswertes
- Basiert auf: Les Mains d'Orlac
Orlac’s Hände ist ein österreichischer Horrorfilm von Robert Wiene aus dem Jahr 1924. Der Stummfilm wird dem Spätexpressionismus im deutschsprachigen Film zugeordnet.
Hintergrund
Orlac’s Hände entstand nach dem Roman Les mains d’Orlac von Maurice Renard. Er ist einer der ersten Filme, der sich mit den Ängsten vor Transplantationen beschäftigt. Drehort war das Filmatelier der Listo-Film in Wien.
Die Uraufführung fand Anfang September 1924 in Wien statt. Die Deutschland-Premiere folgte am 24. September 1924 im Berliner Haydn-Kino. Den Filmverleih übernahm die deutsche Berolina-Film. Die französische Version lief unter dem Titel Les Mains d'Orlac an, die englischsprachige als The Hands of Orlac. 1928 folgte die Erstaufführung in den Vereinigten Staaten, wo die Aywon Film Corporation den Vertrieb übernahm.
Für die Kulissen zeichneten die Filmarchitekten und Szenenbildner Hans Rouc, Karl Exner und Stefan Wessely verantwortlich.
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