1. April 2000

1. April 2000 (1952)

Es ist der 1. April des Jahres 2000. Österreich ist noch immer von den vier Alliierten Mächten besetzt. Doch mit der Gnade der vier Hochkommissare der Besatzungsmächte wurde ein neuer Ministerpräsident gewählt, der in seiner Antrittsrede Österreich für frei erklärt. Die Globalunion ist alarmiert und schickt ein Raumschiff mit dem Weltkomitee an Bord, dass Österreich aufgrund rückfälligen Gewohnheitsverbrechertums endgültig von der Landkarte zu tilgen. Doch der neue Präsident probiert mithilfe der Geschichte und der Gemütlichkeit Österreichs sowie natürlich allen aufrechten Österreicherinnen und Österreicher die Globalunion von dem berechtigten Wunsch nach Freiheit zu überzeugen.

Erscheinungsdatum
1952-11-19
TMDB
6.8 / 10 (18)
Laufzeit
1 Std. 45 Min.
Genres
Science Fiction, Komödie
Regie
Wolfgang Liebeneiner

Besetzung

Wissenswertes

1. April 2000 ist ein satirischer Science-Fiction-Film des Regisseurs Wolfgang Liebeneiner, der im Jahr 1952 im Auftrag und durch Finanzierung der österreichischen Bundesregierung hergestellt wurde. Dem Regisseur stand bei diesem häufig als „Staatsfilm“ bezeichneten Werk ein Starensemble zur Verfügung: Hilde Krahl, Josef Meinrad, Curd Jürgens, Hans Moser, Paul Hörbiger, Helmut Qualtinger. Autoren des Drehbuchs waren Ernst Marboe und Rudolf Brunngraber.

Hintergrund

Der Film wurde von der Wien-Film im Auftrag der österreichischen Bundesregierung in den Ateliers Wien-Sievering und Wien-Schönbrunn produziert. Die Außenaufnahmen entstanden in Wien und Umgebung. Zu sehen sind unter anderem der Stephansdom und das Schloss Schönbrunn. Für die Bauten war Otto Niedermoser zuständig, für die Produktionsleitung Karl Ehrlich.

Es handelt sich um einen Science-Fiction-Film, der einerseits dazu dienen sollte, den Österreichern nach der Trennung Österreichs von Deutschland im Jahre 1945 ein spezifisches „österreichisches Bewusstsein“ zu vermitteln, das sich von Deutschland und damit auch vom Zweiten Weltkrieg und dem Holocaust abgrenzte.

Der Film arbeitet sehr argumentativ mit der landestypischen Mentalität und retouchierter Historie (und neu gefundener Identität), die nicht nur von innen heraus konstruiert, sondern durchaus auch beispielsweise durch die britische Besatzungsmacht verbreitet wurde.

Mit dieser Voraussetzung argumentierend, sollte durch den Film andererseits auch ein starkes Signal an die Alliierten gegeben werden, Österreich endlich einen Staatsvertrag zu geben, der dem Land seine Souveränität zurückgeben würde. Diesem Wunsch wurde schließlich auch im Jahre 1955 mit dem Österreichischen Staatsvertrag stattgegeben.

Bei den Szenen der Vier im Jeep hat der 24-jährige Helmut Qualtinger eine Filmrolle als Russe. Regieassistent war Alfred Solm.

Auf Wikipedia weiterlesen · Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0. Daten aus Wikidata.

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