Yella

Yella (2007)

Yella wagt einen Neubeginn. Nachdem ihr Mann Ben Insolvenz angemeldet hat, hält sie es in Wittenberge in Ostdeutschland nicht mehr aus. Am Tag ihrer Abreise bringt Ben sie zum Bahnhof. Die Fahrt in den Westen endet jäh, als der Wagen ein Brückengeländer durchbricht und in die Elbe stürzt. Yella kann sich retten. Gerade noch erreicht sie ihren Zug nach Hannover. Sie lernt Philipp kennen, der für eine Private Equity-Firma unterwegs ist und entdeckt die Welt des Venture Capitals, der gläsernen, kabellos vernetzten Konferenzräume, der lautlos schnurrenden Leasing-Limousinen, der unentwegten Bewegung. Alles scheint leicht, ein Spiel, das keine Verlierer kennt. Yella bewährt sich. Bald schon arbeitet sie als Assistentin von Philipp. Aus der Zusammenarbeit wird mehr, doch Yella kann die Gespenster ihrer Vergangenheit nicht verdrängen.

Erscheinungsdatum
2007-09-13
TMDB
6.2 / 10 (115)
Laufzeit
1 Std. 29 Min.
Genres
Drama, Thriller, Horror, Fantasy
Regie
Christian Petzold

Besetzung

Wissenswertes

Yella ist ein deutscher Spielfilm von Christian Petzold aus dem Jahr 2007. Er handelt davon, wie einer aus der ostdeutschen Provinz stammenden jungen Frau, die unerwartet in der Welt der Risikokapital-Verhandlungen Fuß fasst, der erhoffte Neuanfang zu gelingen scheint. Die Hauptrollen wurden mit Nina Hoss und Devid Striesow besetzt. Die Filmpremiere war am 14. Februar 2007 im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele Berlin, der deutsche Kinostart am 13. September 2007. Nach Die innere Sicherheit und Gespenster ist Yella der letzte Teil von Petzolds Gespenster-Trilogie.

Entstehung und Einflüsse

Die Idee für Yella, so Petzold, sei 2001 während der Arbeit an Toter Mann entstanden, als er eine Szene auf einer Elbbrücke drehte. Ihm sei der Gedanke gekommen, dass man die Geschichte von Toter Mann „auch anders herum erzählen könnte, nicht von West nach Ost, sondern umgekehrt.

Dass es sich bei den Namen der Protagonistinnen beider Filme, Leyla und Yella, um Anagramme handelt, so Petzold weiter, sei ihm erst „mitten im Schreiben“ des Drehbuchs bewusst geworden. Michael Althen meint, Petzold habe den Namen der Hauptfigur bei Yella Rottländer entlehnt, der Darstellerin in Wim Wenders’ Alice in den Städten; Hanns-Georg Rodek ergänzt, es gebe einen Anklang an das arabische „Jalla“ („Beweg dich!“) und verweist darauf, dass Y…

Nina Hoss äußerte sich lobend darüber, dass Petzold genügend Zeit gebe, um sich einer Figur nähern zu können, sei es in Vorgesprächen oder während der Dreharbeiten. Auch sei er offen für Veränderungen. So habe sie Yella weniger selbstbewusst dargestellt, als sie im Drehbuch gewirkt habe: „Sie hatte sehr viel mehr Kraft, als wie ich es letztendlich gespielt habe.“ Auch habe sie sich eine Biografie für Yella ausgedacht, nicht zuletzt deshalb, weil…

Was die in Yella erkennbaren Bezugsfilme angehe, so Ekkehard Knörer, habe Petzold mit einem Horror- und einem Dokumentarfilm eine „auf den ersten Blick völlig unmöglich anmutende Kombination“ gewagt, attestiert ihm jedoch, dass sie auf „geradezu idealtypische Weise“ gelungen sei.

Den laut Knörer „bis in winzige Details“ reichenden Einfluss der Dokumentation erkennt Petzold selbst an. Es handelt sich dabei um „Nicht ohne Risiko“ (2004), einen Film über Private-Equity-Verhandlungen von Harun Farocki, Petzolds dramaturgischem Berater in Yella und in anderen seiner Werke sogar Co-Autor der Drehbücher.

Auf Wikipedia weiterlesen · Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0. Daten aus Wikidata.

Empfohlen