Ravioli (2004)
Hoschek, der ehemalige Bankfilialleiterstellvertreter, kehrt zurück in die leerstehende Wohnung seiner Eltern und übt zwischen Donauland-Vorschlagsbänden, großgemusterten Vorhängen und einem ziemlich verstimmten Klavier die hohe Kunst des Scheiterns. Nach dem Verlust seines Jobs und dem Ende der Ehe lässt der von Alfred Dorfer verkörperte Antiheld sein Leben Revue passieren. Ständig schwankt Heinz Hoschek zwischen bitterer Ironie und Selbstmitleid, zwischen Imagination und Realität, zwischen einem hoffnungsvollen Damals und seinem Jetzt, das sich nur noch mit gesteigertem Konsum von Alkohol und Valium ertragen lässt. Kein Zweifel: der Mann ist ein Untergeher.
- Erscheinungsdatum
- 2004-11-18
- TMDB
- 6.2 / 10 (6)
- Laufzeit
- 1 Std. 19 Min.
- Genres
- Komödie, Drama
- Regie
- Peter Payer
Besetzung
- Alfred Dorfer — Hoschek
- Gertraud Jesserer — Mama Hoschek
- Michou Friesz — Karin Weichselbaumer
- Nicholas Ofczarek — Gastwirt
- Martin Brambach
Wissenswertes
- Auszeichnungen: 1 · Nominierungen: 0. Darunter: Max Ophüls Preis: Preis der Jugendjury
Ravioli ist ein österreichischer Film des Regisseurs Peter Payer und des Kabarettisten Alfred Dorfer aus dem Jahr 2003.
Hintergrund
Nach Angaben Payers wurde Ravioli wegen des niedrigen Budgets von etwa 220.000 € in nur 14 Tagen gedreht. Payer zog Ähnlichkeiten zwischen Ravioli und den Charakteren der Filme von Ken Loach und Mike Leigh sowie der Bilddramaturgie neuerer mexikanischer Filme. Erwähnenswert ist die eigenwillige, aber durchdachte Bildsprache und Farbgebung des Films.
Ravioli erschien als 90. Film in der Edition Der österreichische Film der österreichischen Tageszeitung Der Standard.
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