Hamida (1966)
A farm in Tunisia at the time of the French protectorate. The children Hamida, a shepherd boy, and Renaud, grandson of a French farm owner, are friends. One day, the parentless Hamida falls into a river while searching for a lost sheep. Renaud, who accidentally caused the loss of the sheep, rescues him, but Hamida falls dangerously ill with pneumonia. Can Renaud help his friend?
- Erscheinungsdatum
- 1966-01-28
- TMDB
- 9.0 / 10 (1)
- Laufzeit
- 1 Std. 18 Min.
- Genres
- Drama
- Regie
- Jean Mailland
Besetzung
- Amor Aouini — Hamida
- Christine Laszar — Helene Renaud
- Jean Davy — Grandfather
- Hamda Tijani — Si Abdelaziz
Wissenswertes
Hamida ist ein Spielfilm aus dem Jahr 1966, der in Co-Produktion zwischen der DDR und Tunesien unter der Regie von Jean Michaud-Mailland entstand. Der Film geht auf die Erzählung Pas de Cheval pour Hamida von Gabrielle Estivals zurück.
Hintergrund
Die staatliche, tunesische Filmproduktionsfirma Société Anonyme Tunisienne de Production et d'Expansion Cinématographique (kurz: SATPEC) suchte für ihr erstes Spielfilmprojekt einen Co-Produzenten. Nach vergeblicher Suche in Frankreich wandte man sich auf Empfehlung von Louis Daquin an die DEFA. Eine Co-Produktion mit einem nicht sozialistischen Land stieß dort auf großes Interesse.
Die Verfilmungsrechte an der literarischen Vorlage brachte der in Frankreich lebende Tunesier Khaled Abdul-Wahab ein, der im Februar 1965 beim Start der Dreharbeiten die Regie übernahm, jedoch nach zehn Drehtagen aus fachlichen Gründen gegen den bisherigen Regie-Assistenten Jean Michaud-Mailland ausgetauscht wurde und aus dem Filmprojekt ausstieg.
Die Dreharbeiten verliefen aus Sicht beider Produktionspartner konfliktreich, insbesondere im Kamerateam gab es Kompetenzstreitigkeiten. Die DEFA bemängelte zudem die aus ihrer Sicht mangelhafte technische Ausstattung, für die die SATPEC zuständig war. Die Dreharbeiten fanden vollständig in Tunesien, etwa eine Autostunde von Bizerte entfernt, statt. Die Postproduktion des Films erfolgte in Potsdam-Babelsberg.
Hamida hatte am 27. Januar 1966 im Berliner Kino International seine Uraufführung. Die tunesische Premiere folgte zum zehnten Jahrestag der Unabhängigkeit im März des Jahres.
2023 restaurierte die DEFA-Stiftung den Film. Eine Wiederaufführungspremiere war für den 29. Oktober 2023 auf dem Carthage Film Festival in Tunis geplant. Das Festival wurde jedoch als Folge des Terrorangriffs der Hamas auf Israel 2023 von der tunesischen Regierung „aus Solidarität mit der palästinensischen Bevölkerung im Gazastreifen“ abgesagt. Die Premiere der restaurierten Fassung fand schließlich ein Jahr später, am 13.
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