Schicksalswürfel

Schicksalswürfel (1929)

Prapancha Pash

Zwei spielsüchtige Nachbarkönige, Ranjit und sein Cousin Sohat, buhlen um dieselbe schöne junge Frau, Sunita, Tochter des Einsiedlers Kanwa.

Erscheinungsdatum
1929-08-16
TMDB
6.3 / 10 (32)
Laufzeit
1 Std. 14 Min.
Genres
Drama, Abenteuer, Liebesfilm
Regie
Franz Osten

Besetzung

Wissenswertes

Schicksalswürfel ist ein deutsch-indisch-britischer Spielfilm von Franz Osten aus dem Jahr 1929.

Hintergrund

Prapancha Pash ist eine Koproduktion der Firmen Universum Film AG (Berlin), Himansu Rai Films (Delhi) und British Instructional Films Ltd. (London). Als Szenenbildner war Promode Nath tätig. Gedreht wurde der Film an Originalschauplätzen in Indien mit mehr als 10.000 Statisten, 1000 Pferden und 50 Elefanten; die Herrscher von Jaipur, Udaipur und Mysore unterstützten die Produktion.

Die Filmprüfstelle Berlin ließ den Film am 12. August 1929 mit einer Länge von 2523 Metern zu, belegte ihn jedoch mit einem Jugendverbot. Der Film hatte am 16. August 1929 Premiere. Das Jugendverbot wurde in einer Entscheidung der Filmoberprüfstelle Berlin am 30. August 1929 wieder aufgehoben.

Anders als die beiden vorhergehenden Osten-Rai-Produktionen Die Leuchte Asiens (1925) und Das Grabmal einer großen Liebe (1928) bedient sich Schicksalswürfel keiner bereits bestehenden Legende, sondern entwickelt eine eigene. Die Geschichte von Niranjan Pal ist jedoch von einer Episode aus dem Mahabharata inspiriert. Bei einem Würfelspiel verliert dort der Pandava Yudhishthira gegen den Kaurava Shakuni all seinen Reichtum.

Der Film enthält drei leidenschaftliche Kussszenen. Er war auf ein westliches Publikum ausgerichtet, dessen Sehgewohnheiten zumindest das „Besiegeln“ des Happy Ends mit einem Kuss des Paares kannten. Für indische Mainstream-Filme waren solche Szenen bis in die 1990er Jahre undenkbar und galten als obszön.

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