Verdacht

Verdacht (2015)

Eva Gruber und ihr Mann Max führen ein unaufgeregtes Eheleben. Beide sind in der Sankt Galler Kulturszene fest etabliert. Gerade hat Max eine Skulptur für ein Altersheim fertiggestellt und die Feier dazu steht an. Doch an der von seiner Frau organisierten Party taucht der Künstler selber nie auf. Max wurde von einer jungen, ambitionierten Staatsanwältin verhaftet. Der Vorwurf des Missbrauchs steht im Raum. Max‘ Rechtfertigungsversuche werden schnell beiseite gewischt. Und dass Max in seinem Unterricht oft den Lehrplan sehr eigenwillig interpretiert hat und auch vor expliziten Kunstexkursen nicht zurückschreckte, macht seine Lage noch verfänglicher. Für Eva jedoch sind die Vorwürfe genauso wie für Max völlig unhaltbar. Vielmehr sieht Eva die mediale und soziale Hetze auf ihren Mann als Resultat eines zunehmend übersensibilisierten, heuchlerischen Umgangs der Gesellschaft mit dem Thema Sexualität.

Erscheinungsdatum
2015-09-29
TMDB
6.5 / 10 (5)
Laufzeit
1 Std. 30 Min.
Genres
Drama, Thriller
Regie
Sabine Boss

Besetzung

Wissenswertes

Verdacht ist ein Schweizer Fernsehfilm aus dem Jahr 2015, bei dem Sabine Boss Regie führte. Er wurde im Rahmen des Zurich Film Festival am 29. September 2015 uraufgeführt und feierte seine Fernsehpremiere am 4. Oktober 2015 auf SRF 1. Ort der Handlung ist St. Gallen.

Produktion

Verdacht wurde von der Zürcher Filmproduktionsgesellschaft Dschoint Ventschr in Zusammenarbeit mit der Spielfilmredaktion des Schweizer Fernsehens entwickelt.

Die Idee stammt vom Schweizer Regisseur Daniel von Aarburg. Zur Geschichte inspiriert wurde er durch reale Fälle, u. a. einen Lehrermord in St. Gallen im Jahr 1999 und die Entlassung eines Deutschlehrers in Zürich, weil dieser 2009 im Unterricht Frank Wedekinds Pubertätsdrama Frühlingserwachen mit minderjährigen Gymnasiasten besprochen hatte, was zu einer Anzeige wegen Pornographie durch die Mutter einer Schülerin geführt hatte.

Die Hauptrolle von Eva spielte Mona Petri, ihr Ehemann Max wurde von Imanuel Humm verkörpert und die Rolle der Schülerin Xenia übernahm die zur Drehzeit erst 15-jährige Rabea Egg, die im Januar 2016 in Solothurn für ihre nächste Rolle im Film Lina mit dem Schweizer Fernsehfilmpreis ausgezeichnet wurde.

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