Scotland Yards seltsamster Fall

Scotland Yards seltsamster Fall (1945)

Hangover Square

George Harvey Bone ist ein Komponist, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebt und gerade an einem neuen Pianokonzert arbeitet. Der Stress äußert sich in einem faszinierenden Phänomen: Sobald er mit schrägen Tönen konfrontiert wird, wird ihm schwarz vor Auge, nur um nach seinen Erwachen an einem anderen Ort festzustellen, dass jemand getötet wurde. Hat er etwas damit zu tun? Der Zweifel wird nach einem Besuch bei Scotland Yard zerstreut. Die Bekanntschaft mit der Sängerin Netta macht die Sache dennoch nicht besser. Zwar inspiriert sie ihn zu einem Musikstück, doch findet er sich von ihr ausgebeutet. Bei einem weiteren Blackout kommt seine Freundin Barbara zu Schaden. Findet George ein Heilmittel? Oder wird tatsächlich noch jemand unter ihm sterben müssen?

Erscheinungsdatum
1945-02-07
TMDB
7.0 / 10 (77)
Laufzeit
1 Std. 18 Min.
Genres
Thriller
Regie
John Brahm

Besetzung

Wissenswertes

  • Basiert auf: Hangover Square

Scotland Yards seltsamster Fall ist ein US-amerikanischer Film noir aus dem Jahr 1945, der unter der Regie von John Brahm entstand und auf dem gleichnamigen Roman von Patrick Hamilton basiert. In der Hauptrolle verkörpert Laird Cregar, der noch vor Premiere des Films starb, einen talentierten Komponisten, der in Phasen des Wahnsinns zum Mörder wird.

Produktionshintergrund

Der Roman Hangover Square von Patrick Hamilton war 1941 erschienen und wurde von Laird Cregar gelesen, der ihn seinem Studio 20th Century Fox zur Verfilmung vorschlug. Mit dem Drehbuch wurde der in London geborene und aufgewachsene Dramatiker Barré Lyndon (1896–1972) beauftragt, der auch persönlich mit Hamilton bekannt war.

Hangover Square wird oft auch als „Nachfolgerfilm“ des Thrillers Scotland Yard greift ein (Originaltitel The Lodger) bezeichnet, der im Vorjahr ein Erfolg an den Kinokassen gewesen war und zu dem es viele Parallelen gibt: Wieder gab es ein Drehbuch von Lyndon, wieder führte der deutsche Emigrant John Brahm die Regie, und wieder übernahmen Laird Cregar und George Sanders tragende Rollen.

Cregar hatte dem Studio zwar die Verfilmung vorgeschlagen, nahm aber zeitweise wieder von der Hauptrolle Abstand. Er galt als aufstrebender und sehr talentierter Darsteller, zugleich sorgte sein Übergewicht dafür, dass er statt auf die für populäre Filmstars typischen Helden- oder Liebhaberrollen vorwiegend auf Schurken oder Sonderlinge besetzt wurde.

Für die Rolle der Netta war zeitweise Marlene Dietrich im Gespräch, ehe die Wahl auf den jungen Fox-Studiostar Linda Darnell fiel. Für Faye Marlowe als Barbara war es ihr Filmdebüt. In kleinen, im Abspann ungenannten Rollen sind u. a. Wilson Benge, Ann Codee, Charles Coleman, Leslie Denison, Franklyn Farnum, Francis Ford, Leyland Hodgson, David Leland und J. Farrell MacDonald zu sehen.

Cregars Diät fand auch während der Dreharbeiten noch statt, weshalb der Film in Reihenfolge der Szenen gedreht werden musste, um die Gewichtsschwankungen der Hauptfigur George im Film nicht unglaubwürdig wirken zu lassen. Insgesamt liefen die Dreharbeiten keineswegs harmonisch ab. Cregar war auch im echten Leben ein guter Pianist und wollte die Klavierstücke selbst einspielen, wofür er stark übte.

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